Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 196)
- Language
- German
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126 * dem Jüdischen ins Arabische" enthalten, zu welcher bereits einige, aus ursprünglichen Excursen getrennte als Vorläufer in der Zeitschrift der Deutschen Morgenl. Gesellschaft Bd. XVII und XVIII erschienen sind. Wir beschränken uns hier auf wenige Beispiele aus dem großen Kreise der Volksliteratur, welche von Indien aus ihren Weg durch beinahe zwei Jahrtausende bis in die neuesten Sprachen genommen, und von welchen man theilweise den Juden die Erhaltung der ursprünglicher» Gestalt zu verdanken hat. Eine unedirte Vorrede des bekannten Abr. Jbn Esra (st.' gegen 1168) zu seiner Uebersetzung eines arabischen astronomischen Kommentars von Almatani (dieser Autor selbst ist noch unsicher) nur in einer Handschrift in Parma befindlich, berichtet, wie die Uebersetzung des berühmten Fabelbuches Kalila und Dimna und astronomische Werke aus dem Indischen durch Vermittlung eines Juden zu Stande gekommen. De Nossi hat den Inhalt dieser höchst interessanten Notiz mit groben Mißverständnissen wiedergegeben *), deren Berichtigung nur endlich durch ein Facsimile des Originals möglich geworden, welches ich der liberalen Vermittlung des Fürsten Boncompagni in Rom verdanke. De Nossi nennt irrthümlich den jüdischen Dolmetscher selbst Jakob Jbn Scheara; das ist aber der (offenbar verstümmelte) Namen des arabischon Abfassers der aus dem Indischen durch den Juden verdolmetschten astronomischen Tabellen, wie ich vermuthe, des bekannten Jakob Jbn Tarik. Allein Benfey hat den Bericht De Nossi's gänzlich verschoben, indem er den Juden ins Hebräische übersetzen läßt, und verwerthet daher diese *) Vgl. D. M. Zeitschr. VIII, 650: ״Lx lliiäoi-um 611113 ׳- tianoruiu ore,w der hebr.TerL hat;' *>. I). die Fabeln wurden stummen Geschöpfen Ln den Mund gelegt!