Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 187)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2609281-3183017--6198-3183219- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
117 -Inschriften manches jüdische in diesen Sprachen zur Kenntnis gebracht. Es verdient gelegentlich bemerkt zu werden, daß nichts Jargon artiges, sondern nur gewisse Namen, Titel, biblische Redensarten, speciftsche Embleme und vereinzelte hebräische Buchstaben den jüdischen Verfasser verrathen. Französische und italienische Zeitschriften für Archeologie, Münzkunde u. dgl. sind es namentlich, in welchen christliche Gelehrte, wie Vogue, der Herzog von Luhnes, Cavedoni u. A. die Epigraphie (Inschriftenkunde) bereichern und erweitern. Eine übersichtliche Bearbeitung des bis 1860 bekannt gewordenen Stoffes enthält der im Jahrg. VIII. S. 138 erwähnte Artikel des Jahrbuchs für Geschichte, vonM. A. Levy, der allmählig die Materialien ZU einer Geschichte der semitischen Schrift sammelt, was so viel heißt, als Urgeschichte der Schrift überhaupt, nachdem man sich davon überzeugt hat, daß alle alten Alphabete, selbst das indische (s. d. M. Zeitschrift Bd. X.) von einem semitischen herrühren, dessen Erfinder die Phönizier oder Juden waren. Ein neues, angeblich althebräisches Alphabet einer Inschrift des schwarzen Steines zu Mekka erläutert Dozy in einem später zu erwähnenden Werke. Nach neuen Entdeckungen Boguv's soll die hebräische Quadratschrift schon gegen Anfang der üblichen Zeitrechnung in Gebrauch gekommen sein; es ist uns jedoch die betreffende Abhandlung und daher die Ausdehnung dieses Gebrauchs nicht näher bekannt. Es führt uns dies auf die Abhandlungen in den Petersburger Melanges Asiatiques von Neubau er, Goebel und Kunik über die hebräischen Inschriften einiger, angeblich bis zum Jahre 6 hinaufreichenden Grabsteine in der Krim. Die höchsten Bedenken gegen das vorgebliche Alter erregten die verschiedenen Acren, u. A. die nach dem assyrischen Exil, welche, in drei nachgemei-