Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 186)
- Language
- German
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116 wechselt werden^), bieten noch Beziehungen genug zur Bibel. Wir nennen beispielsweise den Artikel: „Avesta und die Genesis oder die Beziehungen der Eranier zu den Semiten" in SPiegel's: „Eran (gewöhnlich : Iran) das Land zwi-- schen dem Indus und Tigris", einer Sammlung für das größere Publikum bestimmter Aufsätze. Die Religion Zoroaster's gewinnt auch durch das höhere Alter, welche ihr die neuesten Forschungen wiedergegeben, an Bedeutung. Die Resultate der Keilinschriften behandelt als Beweis für die historische Autorität der Bibel Gr. Rawlinson, ein Bruder des bekannten Entzifferers. Die neuesten Entdeckungen in Niniveh benutzt Michael Breiten eicher zu einem historischen Kommentar über den Propheten Nachum. Wir schließen hieran eine Dissertation Michael Friedländ er's, in welcher wieder ein Versuch gemacht wird, die orientalischen (auch die biblischen) Angaben über die alten Könige der Perser mit denen der Griechen kritisch zu vergleichen. Sprache und Geschichte sind in den erwähnten Kreisen vielfach aus Inschriften bereichert worden, deren.Charaktere selbst erst zu enträthseln und sestzustellen waren, und so entwickelt sich die Schriftgeschichte selbst oder Paläographie; die Kunde der mit Inschriften versehenen Gegenstände: Monumente, Gefäße, Münzen, Siegelsteine und dergleichen, Grabsteine u. s. w., gestaltet sich zu wichtigen Hilfszweigen der Geschichte. Die Ausgrabungen bei Babylon haben jüngere hebräische Inschriften zu Tage gefördert und die von Böckh und Mommson redigirten großen Sammlungen griechischer und lateinischer *) Im Prmzipe handelt es sich auch hier um den Werth der einheimischen Tradition für die Auffassung der alten Quellen. Vgl. auch den Aufsatz von Müller im „Mannheimer-Album."