Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 188)
- Language
- German
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118 ■gelten Worten, der Stadt Matarka beigelegt wird, der Gebrauch gewisser Titel und Eulogien (Segensformeln), worunter eine wahrscheinlich erst den spätern Karäern angehört, einige tartarische Namen u. s. w. Unsere Besprechung in der Hebr. Bibliographie Nr. 41, Geigers in seiner Zeitschrift Bd. III. und die chronologischen Bemerkungen von Hochstädter in „Ben-Chananja" sind wahrscheinlich nur Vorläufer einer Controverse, welche bereits über die Grenze jüdischer Wissenschaft hinausgeht; von Kunik haben wir auch eine umfassende Monographie über das Chasarenreich zu erwarten, in welchem bekanntlich eine Zeit lang das Judenthum auf dem Throne saß. — Ueber ein in Nom aufgefundenes jüdisches Grabgewölbe mit griechischen und lateinischen Inschriften — keiner einzigen hebräischen — giebt vorläufige Nachricht der nicht sehr zuverlässige N. G arn c ci, und regt dabei verschiedene antiquarische Fragen an; die von Renan in der Revue Arcli. 1860 besprochene dreisprachliche Grabschrift zu Tortosa soll der jüngeren Zeit angehören. Wenn wir oben der Mü nz e n wegen ihrer sprachlichen Seite gedachten, so bieten sie auch einen andern weiter hinausgreifenden Zusammenhang mit der Metrologie überhaupt. Seitdem Böckh's berühmte metrologische Untersuchungen nachgewiesen, daß Maaße und Gewichte, also auch Münzwerthe, der alten Kulturvölker auf Systemen beruhen, welche von einer bestimmten Einheit ausgehen, wie z. B. das heutige französische, ist die Maaßkunde ein wichtigerer Zweig der allgemeinen Culturgeschichte geworden. Auf jüdischem nachbiblischen Gebiet, und zwar auch in den Berührungen mit modernen Völkern, hat Zunz's Abhandlung „Münzkunde" 'vor 20 Jahren Bahn gebrochen. Die letzten Jahre waren für dieses Gebiet sehr fruchtbar. M. A. Levy's Geschichte der jüdischen Münzen giebt eine gedrängte Darstellung