Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 185)
- Language
- German
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115 reit der Hieroglyphen und der Keilschrift aufbewahrte inonumenlale Geschichte in den Urkunden Israels' der Schlüssel zum Theil noch heute gesucht wird. Praktische Beziehungen zum Orient und Geld für wissenschaftliche Expeditionen und kostspielige Illustrationen haben vorzugsweise England und Frankreich, in deren Dienst auch deutsche Wissenschaft getreten ist. Deutschland zehrt für E g y p t o l o g i e zum Theil noch an den Reifen von Lepsiusund Brugsch; der letztere hat zuletzt auch einen Theil Asiens besucht und eine besondere Zeitschrift für Kunde Egyptens gegründet. Von englischen Schriften erwähnen wir die von I. F. Jones über Egypten in seinen biblischen Beziehungen und W. Palmers egyptischte Chronik, mit einer Ausgleichung der heiligen und egyptischen Chronologie und einem Anhänge über babylonische und assyrische Alterthümer. Wir schließen hieran F. I. L. Mayer: Egyptens Vorzeit u. s. w. O. Wolfs: das Buch Judith als geschichtliche Urkunde vertheidigt und erklärt nebst eingehenden Untersuchungen über Dauer und Ausdehnung der assyrischen Obmacht in Asien und Egypten, über die Hyksos, über Phul, Lud, Elamu. s. w. Die Studien auf dem babylonisch-assyrischen, später persischen Gebiete haben sich sprachlich etwas von den semitischen entfernt, seitdem man die Sprache der alten Assyrer nicht mehr zu denselben rechnet. Allein sowohl der Inhalt der Keilschriften — durch deren Behandlung I. Oppert (ein Neffe des verstorbenen Professor Gans in Berlin, Mitglied der französischen Expedition, jetzt Professor des Sanskrit in Paris) den großen Preis der Akademie erwarb — als auch die, aus den Zend- und Pehlewi- Quellen neuerschlossene Kunde der Religion Zoroaster's, über deren Stellung und Verhältniß zur indischen noch zwischen Hang und Spiegel sehr scharfe Controversen ge- 8*