Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 183)
- Language
- German
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113 tischen Inschriften in einer ausführlichen Abhandlung einem aramäischen (dem s. g. nabatäischen) Dialekte vindicirte, wogegen Consul Blau dem Arabischen, während E. Meyer einen vermittelnden Standpunkt einnimmt, aber auch seine Ansichten von Nöldeke u. A. nicht getheilt werden. Für das S amaritanisch e bringt H ei^enh eim's *) unregelmäßig erscheinende Vierteljahrsschrift (bis jetzt 6 oder 7 Hefte) neues Material, aber nicht mit der nöthigen Sorgfalt, wie Geigers fortlaufende Berichte und Ergänzungen in der D. M. Zeitschrift darthun, — in welcher auch Consul Rosen in Jerusalem über eine sehr alte Pentateuchhandschrift berichtet; eine andre brachte Professor Levisohn, bei der Rückkehr von seinem Posten in Jerusalem mit. Nach seinen flüchtigen Mittheilungen während der Durchreise hier zu schließen, wird die Tendenz seiner beabsichtigten Arbeiten dahmgehen, den Lesearten der Samaritaner wieder eine größere Autorität zu vindiciren. — Während wir diese Zeilen schreiben, theilt uns St.-R. Dorn in Petersburg mit, daß die Karäer Fi r ko w its ch drei Kisten im Orient erworbener angeblich unbekannter samaritanischer Literatur auszupacken im Begriffe sind. — Am Aermsten an Quellen, aber für den talmudischen Dialekt von besonderer Wichtigkeit ist derjenige, in welchem die Schriften der s. g. „Johanneschristen" oder alten Zabier abgefaßt sind, wie aus Nöldeke's Abhand- S. Cassel und Grätz behauptete Identität des „Bar Nazar" mit Odenat hat der Verfasser in der Zeitschrift für österreichische Gymnasien. (1863, S. 750) bestritten; über Odenat verspricht er eine besondere Abhandlung. — Zenobia war u. A. der Gegenstand eines Vortrags von Gosche in der Berliner Singakademie. ■*) Das Fragezeichen im Jahrgange VIII. S. 141 beantworte ich dahin, daß Hr. H. nicht mehr dem Judenthum angehört.;: 8