Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 6 (4.1918)
- Date
- 1918-04-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Zn den kommenden Wochen und Monaten ersparten wir einen starken Zuwachs in allen Zügen und Gruppen, besonders, da Ende März das so lang ersehnte, endlich Wirklichkeit gewordene Stadlheim eingeweiht wird. Glückwünsche -in Form von Büchern für unsere Heimbibliothek nehmen wir gern entgegen. Die Beteiligung an den Wanderungen war besonders bei den Madels in letzter Zeit sehr stark. Leider wird die Frage der Obersührung in Kurzem wieder akut bei uns werden, da Brnno Nathan uns bald verläßt. An Gästen begrüßten wir die Bonner „Blau - weiß - Aspiranten" auf dem Elternabend, ferner Lotte Strelitz und Gerhard Abraham aus Berlin, mit denen die alleren Madels und Jungens eine herrliche Nachtwanderung ins Landheim machten. Hanna Bödenheimer wurde Hilfsfühcerin. Fritz BHdenheimer ist zur Ablegung des Physikums Ln Urlaub; leider lassen ihn seine Vorbereitungen zum Examen keine Zeit, sich uns zu widmen.. Kurt Zacob Fvanrfurt a./M. Unsere Fahrten finden trotz der schlechten Zugverbindung regelmäßig statt. — wenn wir auch nicht so oft in den Taunus geben können, und auch aus Treffahrten, auf die wir uns schon lange vorher freuen, wegen „ausverkauften Karten" nichts wird, bleibett wir doch, guten Mutes. wir klopfen dann eben einen Sonntag nach dem anderen unser,: schönen Stadtwald ab, natürlich jedesmal in einer andern Richtung, wieviele feine Plätzchen es auch da gibt, werden Luch unsere Zungen und Mädels sagen können. — Große Freude machte uns unsere purimfeier, mit der wir uns sogar vor die Meffentlichkeit wagten und zu der wir die Eltern und Freunde unserer Sache ^ingeladen haben — Den Schluß der Feier bildete die Darstellung der Purimgeschichte in Schattenbildern. Text hierzu machte Alice Peyser. Die Milspielenden haben ihre Sache sehr fein gemacht. Fanny Deutsch Harnbuvg. Der wanderbetrieb war in der Zwischenzeit bei uns gänzlich unbefriedigend. 'Meist war allerdings das Wetter so, daß es sogar einem Blauweißen als Entschuldigung dienen konnte. Zetzt wird der Fahrtenbetrieb schon besser. Für den Frühling haben wir uns mancherlei Erfreuliches vorgenomn:en, u. a. die vor mehreren Wochen begonnene Werbetätigkeit noch zu verstärken. Der Thor soll seine Uebungen wieder aufnehmen, die Klampfenspieler möchten wir vereinigen, und hoffentlich können wir auch wieder einen Anfänger-Kursus für Hebräisch einrichten. Ein Kartenlese-Kursus, den Estermann halten wird, ist auch geplant. Wir hatten die Freude, unsere Führer Arthur Zoel und Simon Wertheim auf Urlaub hier zu sehen. Neu in die Führerschaft ausgenommen wurden: Paula Zoel und Paula Goldschmidt als Hilfsführerinnen. Die größeren Mädchen wollen wir jetzt in zwei Gruppen getrennt wandern lassen, was bei unseren Mädchen trotz Anerkennung der Notwendigkeit mit geteilten Empfindungen ausgenommen worden ist. Die Gruppe unserer Züngsten, die im Winter nicht wandern konnte, nimmt im März den Betrieb wieder auf. Der Jungenzug ist durchs Kater aus Berlin 2*V