Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 6 (4.1918)
- Date
- 1918-04-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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v -; Berlin. Unser Bund wächst jetzt wieder! In allen Zügen und Gruppen ist guter Betrieb. Unsere gemeinsamen Spielnachmittage haben auch wrcder begonnen. Die größeren Mädels aus allen Gruppen kamen mehrmals in gemeinsamen Heiniabenden im Stadlheim zusammen. Zu Purim wurde bei uns viel Theater gespielt: erstens hätten wir ein richtiges, selbstgemachtes Puppentheater und dann wurde auch auf der Purim-Fahrt, nach den Wettspielen, Haman's trauriges Schicksal dargestellt. Hans Mppenheim ist über die Ferien wieder bei uns. Aus dem Feld besuchten uns Reiffenberg, Siduey Haskel, Nachmann, Horowitz. Werner Rofokio ist verwundet. Edith Henschel hat sich mit Dr. Sally Hirsch und Hilde preuß mit Dr. Fritz Löwenstein verheiratet, wir gratulieren ihnen herzlich. Grete Eckstein Breslau. Der Frühling macht sich mit aller Kraft bei uns bemerkbar. Die Sonne weckt wandergelüste. Die Beteiligung bei den Fahrten ist gewachsen und wird noch stärker werden, wenn die Klippen zu Ostern umschifft sind oder man nun definitiv „hängen blieb/' wir haben eine ganze Menge probewanderer- und Wandrerinnen. Zu Purim gab es eine allgemeine Rast, bei der einige unserer Jungen und Mädels uns andere mit einem wunderschönen Purimspiel „Nachts vor dem Palast des Königs Ahasveros", das ein Wanderer gedichtet hatte und das durch Inhalt und Aufführung einen starken Eindruck auf uns machte. überraschten, vorher gab es noch eine Kartoffelkomödie. Heut hatten wir unsere Peßach-Rast. der zu Ehren ein hebräisches Puppentheater spielte. Hoffentlich regt das Spiel zu energischem Lernen an. Wir haben doch schon eine kleine Anzahl Leute, die wenigstens die Anfangsgründe beherrschet:, wir haben nur noch einen Führer, Franz Me^er, der aber nun auch aus privaten und militärischen Gründen die meiste Arbeit abgeben muß, doch inzwischett sind die Hilfsführer so weit, daß sie einspringen. wir haben den Blau - weiß lieb und deshalb können wir trotz aller Schwierigkeiten unseren Betrieb aufrecht erhalten. Erna Littauer tritt am l. April als Lehrschwester in das Kais. Säuglingsheim ein und legt daher ihr Amt nieder. Und dann haben wir wieder zwei Verlobungen: Else Kober hat sich mit Dr. Sall^ Blumenthal verlobt, der zwar nicht Blau-Weißer ist, doch uns seit der Gründung nahe steht, und Lene Seidel mit R. A. Julius Zöllner. Die Mädels machen am 7.—9. April eine Fahrt ins Bober-Katzbach-Gebirge und die Jungen wollen auch auf ein paar Tage in'die Berge. Unseren Soldaten geht es ganz gut. Schalom Vera London ' Löln. Die letzten Wochen standen im Zeichen der Vorbereitungen zu unserem Elternabend, der am Sonntag nach Purim bei überaus starker Beteiligung der Ellern und Freunde unseres Blau-Weiß im Rahmen einer purimfeier in der Rheinlandloge stattfand. Im Mittelpunkt stand die Rede von Bruno Nathan, über Aufgaben und Ziele des Blau-Weiß; an den musikalischen», „dramatischen-'* und Reigen-Vorführungen beteiligten sich fast sämtliche Jungens und Mädels. >