Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 6 (4.1918)
- Date
- 1918-04-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Erwin Mansbach, Karlsruhe (flehe die beiden Bilder in diesem Hefte der Blau-Weiß-Blätter), 2. Edith Wall, Berlin, a. EU Steinberg, München. Sie dürfen der BundeSleitung bis.zum 20. Mai den Titel des Buches mit» teilen, daü sie sich wünschen. Gute Bilder sandten ferner ein: HanS Oppenheim - Berlin, Heini Feuchtwanger-Mttnchen. Willi Nordwind-Berlin, Adolf MandowSki-BreSlau, z. Z. im Felde. Der Wettbewerb hat gezeigt, daß neben vielen schlechten doch auch recht gute Bilder Lei nnS gemacht werden. Wir werden in der nächsten Nummer der Blau, Weib-Blätter noch ausführlich darauf znrückkommen. Schalom l Karl Glaser Berichte Aussig. Mit diesem Berichte erscheinen wir zum erstenmale in den Blau-, weißblättern. Die Anfänge unseres Bundes reichen in den Sommer i9j5 zurück, wo einige aus der jetzigen Führerschaft mit dem Hebräischlernen und Besprechung^ jüdischer Fragen begannen. Im Winter vergrößerte sich unser Rreis, wir kamen einander näher und als der Frühling mit seiner „Baumblüt" in das Llbtal einzog, begannen wir zu wandern. Das machte uns zu ganz andern Menschen und wir empfanden das Bedürfnis, auch andern mitzuteilen und zu vermitteln, was uns erfüllte; die Schwierigkeiten waren aber so groß, daß wir uns nicht ans Werk wagten. Erst die für alle beteiligten Bünde so bedeutsame Treffahrt in Teplitz an den beiden weihnachtslagen \$\7 gab uns mit dem Beispiel der andern Bündo den Mut, auch selbst zu beginnen. Und mit dem Mut kam der Erfolg: wir haben. Heute zwei Mädchenzüge und ein Jungenzug ist im werden. Im ersten Mädchen-, zug, den Idl Jungmann führt, sind 9 Wandrerinnen im Alter 4>on l2—l6 Jahren^ im zweiten, welcher von Olga Jungmann und Ada Guttmann geführt wird, 9. Wandrerinnen von über siebzehn Jahren. Gewandert wird seit Ende Jänner jeden Sonntag, und wenn auch die Schule noch manchmal die eine oder andere nicht mLtgehen läßt, weil sie ihre Aufgaben machen muß, so wird sich das ja mit dem nahenden Frühling schon ändern und die Sonne wird auch die Allzufleißigen herauslocken. Hilfsführerinnen sind: Irma Rohn, Sofie Popper und Adele Popper. Die Jungen führt Dr. Lederer, der auch die Oberleitung hat. Einmal in der Woche ist Heimabend in den Mädchenzügen, an dem gelesen, gesungen und gespielt wird. Die Führerschaft hält wöchentlich je einen Führerschaflsabend, an dem die Arbeit besprochen wird, und einen Geschichtsäbend; einige lernen außerdem Hebräisch. Unsere nächste Arbeit ist die Begründung des Llternverbandes, die sofort nach Ostern kommen soll; wir hoffen auch bald unser Heim zu bekommen, mit dem unsere ganze Arbeit einen Mittelpunkt bekommen wird, peffach wollen wir mit einem richtigen Lederadend feiern. Mit mehreren böhmischen Bünden, insbesondere Teplitz, stehen wir in ständigem Verkehr, der uns Ln unserer Arbeit fördert. Unser nächster Bericht soll, wie wir hoffen, von weiterem Gedeihen unseres Bundes Mitteilung bringen. Fritz Lederer 239.