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Blau-Weiss-Blätter · 1918-04-01 · 6 (4.1918) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
6 (4.1918)
Date
1918-04-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Zugcndwanderns, unbeschwert durch parteipolitischen Hader Gemeingut der jüdischen Jugend werden. Daß dabei unseren jungen Akademikern ein gutes Stück der Arbeit zufallen -wird, ist jüngst in einem Artikel der „Internen Beilage" betont worden." Im Alt-Wandervogel, Monatsschrift für Jugendwandern, 13. Jahrgang, 1913 Märzhest 3 macht Werner Rautcnberg in einem Aufsatz „Briefe an die Heimländer" Vorschläge für die Aufrechterhaltung dcS Zusammenhanges zwischen den Wandervögeln im Felde und in der Heimat, die auch für uns von Interesse sind: „Ein feines Büchel sah ich gestern bei unserem Mädel. Ganz einfach und unscheinbar war sein AcußereS; nur ein schwarzer glänzender Wachstuchdeckel: um so köstlicher jedoch sein Inhalt — Wandervogelbriefe und -bilder der Ortsgruppe „Heimland" von solchen ihrer Leute, die fern von ihr in Feindesland Wandervogeltum und -frende gefunden und dies hier festgehalten hatten. Rastlos wie wir Wandervögel selbst wandert das Buch von einem zum andern, um erst nach langer Fahrt zur Ortsgruppe heimzukebren, und der zu erzähle!,, was all die, die bei ihr zu Wandervögeln wurden, in Ost und West als Wandervögel erlebt und am Wandervogel gehabt haben. So gut wie selten etwas erscheinen mir die „Briefe an die Heimläuder" dazu geeignet, die immer lockerer werdende Verbindung zwischen uns hier und Euch daheim wieder zu stärken, unser Erleben auch zu Eurem Erleben, unsere Freude auch zu Eurer Freude zu machen, ohne daß dazu große kunstvolle Ortsgruppenrundschreiben oder gar Zeitungen hergestellt werden müssen — beides Dinge, die viel Zeit, Arbeit, Tatkraft und vor allem aber nur noch schwer oder garnicht mehr zu beschaffende Materialien erfordern. Darum heute an Euch alle, die Ihr diese Zeilen lest, und noch keine „Briefe an die Heimländer" besitzt, mein Zlufruf: schafft solche. Geht hin, kauft ein einfaches Heft, dem Ihr vielleicht ein schöneres Gewand gebt, und dann hinaus mit ihm in die Welt. Doch seid vorsichtig mit den militärischen Anschristen. Legt in jedes Buch einen leicht auffindbaren Vermerk, daß keiner der Briefjchreiber feine Anschrift unter den Brief setzt, denn sonst kann alles durch die Behörden verboten werden. Sendet das Buch auch getrennt von dem Begleitschreiben, in dem Ihr dem Empfänger mitteilt, an wen er das Buch, nachdem er seinen Beitrag gespendet hat, weitergeben soll," Wern-ervogel, G-sterreichrsches Lahrtenblatt i . Jhrg, Heft 4. Hartung (Januar) 1917. Heinz Fiby regt zur Bilderbetrachtnng auf Heimabenden an. „Ich möchte eine neue Art des Vorgehens empfehlen. Man nimmt nur ein oder zwei Bilder auf einem Restabend vor und zieht andere höchstens zu kurzen Vergleichen heran. Dafür faitn man sich in die Bilder umsomehr vertiefen. Eine möglichst genaue, alle auch die kleinsten Einzelheiten umfassende Beschreibung bildet den Ausgangspunkt. Form und Farbe, Faltenwurf und Linien, Verhältnisse und Aufbau, dies alles muß berücksichtigt werden. Wichtig ist aber, daß bei der Beschreibung zunächst nur das genannt wird, was man steht und nicht das, was man als Absicht deS Künstlers vermutet. Rach der genauen Beschreibung, die der Führer natürlich lenken und ergänzen muß, läßt er auf Grund des Gesehenen das 255.

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