Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 5 (2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Hanrburg. Sanja Schwabacher, unser Fü.hrerschaftsleiter uitfc zugleich der einzige Führer, der uns bisher noch verbliebe,» war. hat Hamburg ans beruflichen Gründen verlassen. Für die Jungen beginnt jetzt die schwierigste Zeit während des Krieges, denn die ganze Arbeit liegt in den Händen eines Hilfssührers und eines Schülerführers. Mir hoffen' trotzdem gut durchzuhalten. Der Betrieb war in den letzten beiden Monaten der gewohnte. Die Mädchen wanderten regelmäßig wöchentlich, die Jungen fast ebenso. Beide hatten je eine Zweitagesfahrt, die Jungen in den Brotkarten-Ferien. die Mädchen Sonntag und Montag vor Weihnachten. Unsere Lhannkkah-Feier war in diesem Jahre . für Jungen und Mädchen wieder gemeinsam, und ich glaube, sie hat uns allen Freude gemacht- GustelMLtkower Aattouritz. Eigentlich wandern wir schon zwei Jahre. Unser Blau-Weiß ist für die Verhältnisse einer Kleinstadt ziemlich stark. Er umfaßt ungefähr 6«* Wanderer und Wandrerinnen, wir wandern in 3 Gruppen und 3 Züge». Der Wanderbetrieb ist regelmäßig. Bisweilen machen wir große Fahrten und kommen ift mit den Uatiboreru zusammen, wir lernen hebräisch und haben einen Ge» schichtskurs mit Palästinakunde. Schon seit September haben wir ein sehr schönes- Heim. Jeder Zug und jede Gruppe haben wöchentlich einen Heimabend. Auch außerhalb der Heimabende kommen wir recht oft im Heim zusammen. Zn Lha» nukkah fand unsere Gründungsfeier statt. persönliches: Unser Führer Ernst Sachs ist eingezogen. Herta Kall mann Karlsruhe. Das Schönste, was uns der Dezember bot, war das Lha» nukkahfest, das wir verschieden feierten. Die Jungenszüge und die großen Mädelshatten vergrößerte Heimabende, während die kleinen Mädels droben auf den Bergen der Makkabäer gedachten. Im Heim wurden jeden Abend die Lichter« entzündet und ein paar Maltrafen wir uns zu gemeinsamem Trendel-Spiel im Heim. Unsere Buchse wurde dabei so voll, daß wi, uns zwei feine Bilder „Golus" und „müde Wanderer" anschaffen konnten. Heimabend hatte jeder Zug % und jede Gruppe wöchentlich einmal; Fahrten wurden durchschnittlich 2—2 monatlich gemacht. Die beiden Jungenszüge wandern z. Zt. gemeinsam, da unser lieber Führer Krämer eingezogen ist. % Hans Oppenheim-Tübingen war einen Tag bei uns und gab den Jungens auf einem Heimabend viel Anregung. Unsere Führerschaftsleiterin Gretel Goldberg ist z. Zt. in Berlin und mit freuen uns auf all das Neue und Schöne, das sie uns vom dortigen Blau » Weiß erzählen wird. Selma Strauß Königsberg. vierzehn Tage vor unserem Lhanukkahfest bekamen wir ei» eigenes Heim. Zwei Stübchen in einem Justhaus auf einem Gut, % Stunde ton der Stadt entfernt. Ls mußte tüchtig gearbeitet werden, um dis Ehanukkah diese Stübchen in einen Festraum zu verwandeln. Da wurden Bänke und Schemel gearbeitet — wie in einer Fabrik ging's zu —> denn alle 58, die zum Fest kamen, sollten sitzen. Und daß wir endlich in einem eigenen und so gemütlichen Hein» 202