Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 5 (2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Lchanukkahfahrt zu uns rüdergekommen. — In den Ferien wurden trotz aller Mar» nrmgen und Verkehrsschwierigkeiten große Fahrten gernacht, m die Rhön, in den Schwarzwald, in den Harz gingen Jungenszüge, und ein paar Mädels machten eine Treff« sahrt mit den Leipzigern, viel Besuch aus ander»» Bünden gab's auch in den Ferien: Gretel Goldberg aus Karlsruhe. Hede Baer und Erna Neurnann aus Posen, Hanne Roth aus Breslau und Liesbeth Mannaberq aus Ratidor. Zu unsrer großen Freude war unser Führer Richard Ginsberg auf Urlaub bei uns. — Emma Fraustädler und Ilse Lychenheim haben aus persönlichen Gründen die Führung niedergelegt. Unsre Mandrerinnen Anneliese Hohenstein. Kate und Lotte Holdheim, Kate Jacob wurden zu Hilfsführerinnen ernannt. Grete Eck st ein Nun sind alle von den großen Fahrten zurück, die Jungen waren mit sämtlichen Manderführern *o Tage in ihrem lieben Groß-Jser. Zwölf Mädels mären vier Tage in Mölfelsgrund. Obwohl die Hälfte zum ersten Mal rodelte, konnten wir mit unfern Sportcrfolgen und dem herrlichen Schnee ebenso zufrieden sein, wie mit unserer erstklassigen Verpflegung. Line Mädelgruppe verband eine einein. halbtägige Neujahrsfahrt mit einem Besuch Nothmarins in Ohlau. — Am 29. Dezember sprach unser lieber Führerschaftsgast Rosenbauin (Königsberg) über „Unsere Erziehung." Zu diesenr Abend hatten wir v. I. St., Zion. Mädchenklub und H, <L eingeladen. Unsre Lhanukkahfeier am 9. Dezember im Heinl tvar gelungen. Am u. beteiligt«» sich unsere Mädels durch Vorführungen an der Lhanukkahveranstaltung des jüdischen Turnvereins. Jetzt ist weg«» der nichtgeheizten Hallen kein Turnbetrieb. Mir in unfern» Heim besitzen 20 Zentner Kohle — wer zu uns kommt ist einer warmen Aufnahme gewiß. Die Fahrtenbeteiligung ist natürlich gering, Schuhmaugel, Schnupfen, Tanwetter. — Heimabende sind gut besucht; die der Jungen leitet Franz Meyer. Für die älteren Mandrerinnen ist \<k tägig ein Heimabend über allgemeine Fragen, abwechselnd mit Lrna Littauers Kurs über jüdische Künstler. Jüdische Geschichte und ein allgemeitt.jüdischer Heimabend ist als Doppelstunde wöchentlich bei Lucie Kober. Leit dem Januar sind Joseph und Kate Marcus wieder Ln Breslau. Unsere Führerin Vera London hat sich mit Dr. Rosenbaum verlobt. LucieK 0 ber a. 21t. Am siebenten Tage des Lhanukahfestes feierten wir die Makkabäer auf einen» gemeinsamen Heimabend unter dein Glanze vieler Lichter. Max Stern erzählte uns von jenen Tagen und vertiefte unser Verständnis, indem er auf den Zwiespalt zwischen Judentum und Hellenentum hinwies, der sowohl das vplk im Ganzen als auch die Herzen der Einzelnen zerriß. Und dann pries er die Kraft der Entscheidung, mit der dieser Zwiespalt überwunden wurde, jene Kraft die auch uns so not tnt. vom 22.—26. Dezember *z*7 machten 5 unserer Jungens eine feine Fahrt durch die Rhön, wo sie die Freude erlebten, mit den Berlinern zusammen zu treffen. Fahrten und Heimabende finden sonst regelmäßig statt. Für die Mädels wurde «in alle 14 Tage abzuhaltender Handfertigkeitskurs eingerichtet. Seit einigen Machen ist Johanna Venario (Führerin Mannheim) zum dauernden Aufenthalt nach Frankfurt übergefiedelt und unterstützt uns eifrig in unserer Arbeit. Fanny Deutsch 20*