Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 4 (12.1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wie die Treffahrt von Leixzig »nd Breslav nnch Knrven in Flandern zustande kam Von Rußland kam Leipzig, d. h. Anshelm Frank, und in Cortemgrck in Wandern steckte ich, vor einem Monat zum zweiten Mal ins Feld gekommen m& eben vom Depot als Nachersatz zur Front gesandt. Daß ich in Flandern mein Wesen trieb, wußte Anshelm, ich aber nicht, daß er auf dem Wege dahin wcw. Und ich machte mir auch noch keine Gedanken, als ich ein paar ... er in Cortemarck herumlaufen sah, die in Leipzig stehen. Erst. . . er, Leute von Anshelms früherem Regiment, machten mich stutzig. Na, da konnten doch die . . . er-Reserve^ die zur selben Division gehörten, auch nicht weit sein. Aber mit meinem Fragen hatte ich nicht viel Glück. Das einzige was ich endlich erfuhr, war, daß das 3. Bataillon in einem Dorie vor Handzaeme bei C. liegen sollte. Ich benutzte verschiedene Bagagewagen, fuhr erst in verkehrter Richtung und landete schließlich in Handzaeme. Ohne Koppel, ohne Gasmaske, ohne Urlaub; jedem Feldgendarm hilflos preisgegeben. Ja, in H. lag das 1. Bataillon und das 2., bei dem ich Anshelm zu suchen hatte, irgendwo in einem Dorse weiter vor, wie mir einer sagte: erst rechts herum, dann links herum und dann gerade aus müßte ich gehen. Ich befolgte den Rat und kam auf eine Straße, in die mein Weg rechtwinklig einwündete. Was mm? Da sandte mir ein freundliches Schicksal einen Läufer vom 3. Bataillon entgegen, der suchte das Geschäftszimmer vom 1. Bataillon. Wie Halfen uns gegenseitig auf den Weg. Der seine dauerte 10 Minuten, der meine BU Stunden. Und wenn mein Transport inzwischen abrückte? Na, da war er halt weg. Mich würden sie schon irgendwo unterbringen. Darum hatte ich keine Banget Also trollte ich mich munter die Straße nach Zarren entlang. Dort mußte Anshelm stecken. Unterwegs bewunderte ich verschiedene Me Artillerieeinschläge und machte mich ans diese Weise wieder mit dem Kriege vertraut. In Zarren wollten sie mir erst weis machen, die 8. Kompagnie sei in Stellung. Ganz unmögliche sagte ich, und richtig, sie war-natürlich da. Im 3. Hause fand ich ihn endlich, und ich ihn aus dem Schlafe weckte, na ja, ein bissel erstaunt war er schon! Es war eine große Freude! Eine halbe Stunde waren wir zusammen. Dann versorgte ich ihn mit Verschiedenem, was er brauchte — ich habe nämlich in meiner Rocktasche immer allerhand, und dann mußten wir uns trennen. Er ging nach vorn, ich zurück. Und es soll bei ihm so klappen, wie bei mir an dem Tag. Denn als ich gegen 6 Uhr in Cortemarck wieder ankam, trat mein Transport gerade zum Abmarsch an. Im Felde Richard Pelz Bl-W. Breslau, z. Zt. R-l. R. 46, 12. Komp. Ratschläge für die winterfahrt Nun ist der Winter wieder da und'mit ihm die Winterfahrt, die herrliche, hinaus in den glitzernden Wald, in den frühdunklen Abend, über dem sich tiefblau und klar ein sternenheller Fimmel wölbt; die Winterfahrt über gefrorene Seen und Flüsse auf hurtigem Schlittschuh, die Berge lachend und mühsam hinauf und in jauchzender Fahrt auf