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Blau-Weiss-Blätter · 1917-12-01 · 4 (12.1917) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
4 (12.1917)
Date
1917-12-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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wir feiern Thanukkah aus. demselben Gefühl heraus wie die Deutschen Sedan oder Leipzig, gründlich den Sinn der jüdischen Geschichte und das Wesen jüdischen Heldentums verkennen. — Manches scheint mir Überhaupt dafür zu sprechen, daß Ehanukkah in irgendeiner Form schon ein vormakkabäisches Fest ist, das seinen Ursprung in vorgeschichtlicher Zeit hat und in mythologischen Vorstellungen wurzelt urK daß man es dann später erst mit den geschichtlichen Ereignissen in Verbindung gebracht hgt. Aber, wie dem auch sei: wir erleben das Fest heute als historisches, und zur Feier geschichtlicher Erinnerungen hat nur -er ein Recht, der gewillt ist, aus der Vergangenheit lebende Werlo für die Gegenwart zu schöpfen. Diese Werte liegen aber für uns vornehmlich darin, fe I b st dahin zu kommen, daß auch in uns etwas vom jüdischen Heldentum lebendig wird, hüten wir uns vor einer jüdischen und menschlichen Romantik, bei der wir versunken in den Kultus des Gedanklichen und Gefühlsmäßigen abseits stehen, wenn die Stunde der Tat schlägt. Und schlägt diese Stunde nur in den sogenannten großen Augenblicken -er Geschichte? Kann einer -er Mitlebenden überhaupt ermessen, wann der große Augenblick gekommen ist? Das Leben jedes Einzelnen bietet ungezählte Gelegenheiten, wo er eifern kann „für Gesetz und Bund wie es sich gebührt." )ch glaube, je ernsthafter wir wollen, je mehr Stunden schlagen uns, bis unser ganzes Dasein schließlich ein Zeugnis für Gesetz und Bund wird. — hüten wir uns aber auch vor der herrischen Geste, hinter der das öde Nichts gähnt und auf die alles noch so kraftvoll erscheinende handeln hinausläuft, das nicht in Einheit verbunden ist mit Dienst am Geiste. — Wollt ihr den jüdischen Helden, so wollt Mattathias. Gtogau Ferdinand Vstertag Makkabäersagen Mirjam Es war in den Tagen des Königs Epimenes, den fie später Epiphanes nannten; da herrschten die Griechen über Juda und ihr Uebermut kannte keine Grenzen. Sie bedrückten das Volk mit Zöllen und Fronden; fie mißhandelten die Männer und verhöhnten die Frauen; fie errichteten ihren abscheulichen Götzen Altäre und zwangen die Frommen zu ihnen zu beten. Aber ob Viele auch abfielen, so waren |2?

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