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Blau-Weiss-Blätter · 1917-10-01 · 3 (10.1917) · page 22

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
3 (10.1917)
Date
1917-10-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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begnügen und die Werbearbeit für den eigenen Bund zu vernach. lässigen. Ls ist ein bedenkliches Zeichen, wenn ein Bund, anstatt zu wachsen, sich verkleinert u»d alles Gerede über notwendige Streichungen, über die durch die Verhältnisse gebotene Zusammenlegung von Zügen kann nichts daran ändern. Das sollten alle Blau-Weißen vom Führer bis zun» jüngsten Wanderer bedenken. — Walter Moses eröffnet« den Blau-Weiß-Tag mit einer Ansprache, die auf die tiefsten Fragen unserer Gemeinschaft «inging. In ähnlichem Sinne äußerte sich Ferdinand Gstertag auf der Führersitzüng am Tage darauf. Außer seinem Referat brachte die Besprechung wenig Wesentliches. Das lag Wohl zum größten Teil an der Zusammensetzung der anwesenden Führerschaft. Die alten Führer fehlten und wir Jüngsten haben soviel mit uns selbst zu tun,, so schwer um Klarheit zu ringen, daß wir noch nicht imstande sind, viel über Dinge zu reden, die uns immer von neuem beschäftigen. Ls ist schwer für uns zu führen; alles Reden über die im Krieg ' gewordene Notwendigkeit kann uns nicht darüber hinweghelfen, daß wir 16 bis \7 jährige Jungen sind, wir können nur immer wieder versichern, daß wir versuchen, unserer Aufgabe gerecht zu werden «nb hoffen, daß unsere Arbeit nicht umsonst sein wird. Ich weiß, daß mein Bericht von den üblichen abweicht, glaube aber, daß es besser ist, unumwunden das zu sagen, was uns gefällt oder mißfällt, als nur iminer das Schöne zu erwähnen und das Schlechte zu verschweigen. Der Blau»weiß ist Angelegenheit eines jeden Blau-Weißen. Deshalb hat jeder Einzelne das Recht, über ihn zu urteilen unter der Voraussetzung allerdings, daß sein Urteil von Lieb« zur Sache diktiert wurde. Luch allen wünsche ich Glück und baldige Heimkehr. Schalom! Berlin S i d n e y h a s k e l Strümpfelbrunn In den ersten Tagen des August fand ein Blau-Weiß-Tag statt, diesmal in Westdeutschland, in der Neckargegend — und zwar in — ja, wo er eigentlich stattfand, das kann man schwer sagen — und damit will ich gleich etwas erwähne», was mir ein wesentlicher Grund zu sein scheint für das, was diesmal am Bundestag nicht gelungen war. Man hatte kein gemeinsames Quartier, nicht wie in Lockwitz oder in Lohs, wo alle zusammen waren, in einem HauS die Jungen, im ander« die Mädels — auch nicht wie in Hemsbach im vorigen Jahr, wo man zwar in verschiedenen Scheunen lag» aber doch als gemeinsamen Sammclort, das Heim der Mannheimer hatte. Diesnial war eS anders. Hier in Strümpfelbrun» in einer Scheune lagen die Mannheimer Mädels —. dort in einer «mdern. ü Minuten ent- 402

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