Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 3 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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und Führerzeitung umsonst. Nach »»»einer Ueberzeugung ist es Pflicht jedes Blau-Weißen, für diese wichtige Institution nach Kräften zu werben. — Das war die Führcrsitzung. Leider war damit das Wesentliche der Zusammenkunft erschöpft. Singen und Wettspiele waren freilich recht schön, das Weiter blieb dauernd ausgezeichnet und am Abend lohten die Feuer wie in Lockwitz. Aber es war eben nicht Lockwitz und ich begreife «licht, wie der Bericht der Bu««desleitnng in der vongen Nummer der Blau-Weiß-Blätter einen ernsthaften vergleich wagen durfte. Das Einzige, was in Lohs auf mich Eindruck gemacht hat, war wieder Nothrnanns „Ieruscholajim" und die Worte, di« er an uns richtete. Sonst glaube ich und ich nicht allein einfach nicht an die „Gefühle und Stimmungen", die geherrscht haben sollen — und ich bin schließlich auch dabei gewesen. Auf dem Katzenbuckel jetzt im Somimt sangen wir neben hebräischen auch viele deutsche Lieder, wie «inst in Lockwitz. Darf n«an sage»«, daß die alleinige Herrschaft des jüdischen Liedes in Lohs einen Fortschritt, daß demnach unser Verhalten auf dem Katzenbuckel einen Rückschritt bedeutet? Sieht der „Schritt vorwärts" nach Lockwitz so aus? Nein, der vergleich mit Lockwitz zeigt erst wie wenig Lohs uns war. Möglich, daß mein Urteil ein wenig zu scharf ist. Aber jetzt nach dem Blau-Weiß-Tag auf dein Katzenbuckel kan«, ich, was ich gesagt habe, nur aufrecht erhalten. Nicht Lockwitz und Lohs gehören zufa»n»nen, sondern Lockwitz und Strüinpfelbrunn. )n Strümpfelbrunn spürte man trotz vielen Mängeln wirklich Blau-Weiß-Geist. Wer dem Spielen auf der Landstraße zugesehen oder gar mitgemacht hat, »nußte sich freuen. Auch der Abend. am Feuer, an dem nur wenige teilnahmen, war vielleicht gerade deswegen besonders schön. Die Treffahrt auf den« Katzenbuckel stand i»n Zeichen der neuen Bünde. Von überall her waren Blau-Weiße gekominen, aus Frankfurt a. M., Karlsruhe, Nürnberg, Straßburg, Wiesbaden, Worms und Würzburg. Und wenn auch einige unserer Gefährten aus den alten Ortsgruppen, aus Berlin, Köln, Hamburg, Leipzig,. Mannheim und München «nanches an den neuen Wanderbrüdern anszufetzen hatten, so sollten sie sich nur an die Anfänge ihres eigenen Bundes, erinnern, sollten sie nur ehrlich ihre heutige „Vollkommenheit" einzuschätzen suchen, uin recht bescheiden zu werden. Es ist übrigens wahr, daß der Nörgler nur wenige waren, und daß bei den »»leisten' die Freud» über da» Wachsen unserer Bewegung überwog. )ch möchte an dieser Stell« besonders betone»», daß es nicht angeht, sich mit dieser Freude zu