Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 3 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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klone macht sich ein solcher Bericht ganz leicht; er ist stimnumgsvoll, aber im Grunde unecht, viele, und nicht die schlechtesten, werden eine Scheu davor haben, ihre tiefsten Erlebnisse in einem Artikel z» enthüllen, anderen werden die Ausdrucksmöglichkeiten für das, was sie gesehen und empfunden haben, fehlen. Immerhin gibt es bereits eine Anzahl schöner Berichte, die immer wieder gelesen werden, be» sonders den Kleinen Anregung und Freude bieten und geeignet find, die Lust am Wandern zu fördern und den Zusammenhang der Blau» Weißen zu stärken. Auch über Photographieren und Zeichnen auf der Fahrt, ein Thema, das in den Blau-Weiß-Blättern schon vielfach behandelt wurde, ist allerlei gesagt worden. Ein Besprechung darüber kan» natürlich nur Anregung bieten. Das Beste wird von dem guten Wille» der Blau-Weißen selbst abhängen. Der Vorschlag, in den Blau - Weiß - Blättern die Berichte der einzelnen Bünde fortzulassen, weil sie Wesentliches nie brächten, wurde abgelehnt. Ich persönlich möchte diese Berichte nicht missen. Nur müßten sie in genauerer und in klarerer Weise über das zahlenmäßige Fortschreiten der Bünde und über allgemein interessierende Personal!» Auskunft geben, ohne in den Ton der Berichte von Kegelklubs oder Stammtischen zu verfallen. Recht lebhaft und außerordentlich wichtig war der Meinungsaustausch darüber, ob die Blau-Weiß-Blätter neben Beiträgen aus der Feder von Blau - Weißen, auch Aufsätze von Außenstehenden und darüber hinaus Abschnitte ans den Werken bedeutender Schriftsteller und Dichter bringen sollten. Es läßt sich da wohl keine Norm aufstellen. Der Geschmack nnd die Eigenart der jeweiligen Schriftleitung werden sich im Wesentlichen stets durchsetzen. Wir dürfen aber wohl sagen, daß wir das Schöne nicht nur in der jüdischen Literatur, sonder» überall zu suchen berechtigt sind, wo wahrer Menschentum und große Kunst zu uns spricht. Wir setzen uns damit nicht in Widerspruch zu den Forderungen unserer jüdischen Erziehungsgemeinschaft, ja, wir find überzeugt, recht eigentlich in ihrem Sinne zu handeln. Zum Schluß wurde über finanzielle Angelegenheiten gesprochen. Di« tage des Bundes ist recht bedenklich. Geldmangel ist beifpiels» weife der alleinige Grund dafür, daß die Blau-Weiß-Blätter nur alle zwef Monate erscheinen. Man hofft freilich auf Hilfe durch den neu» gegründeten Freundesrat, dem Außenstehende und Blau-Weiße — Führer und Wanderer — mit einem jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 20,— bettreten können. Sie erhalten dafür Blau-Weiß-Blätter t«o