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Blau-Weiss-Blätter · 1917-10-01 · 3 (10.1917) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
3 (10.1917)
Date
1917-10-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Arbeiter liefen zu ihren Röcken und zogen dieselben über, andere — und ebenso tat Cewin — zuckten nur frohgelaunt die Schultern unter der angenehmen Erfrischung. Reihe auf Reihe wurde zurückgelegt, und man schnitt lange und kurze Reihen, mit gutem und schlechtem Gras ab. Lewin hatte jegliches Zeitgefühl verloren und wußte schlechterdings nicht zu sagen, ob es jetzt früh oder spät sei. )n seiner Tätigkeit begann jetzt eine Veränderung vor sich zu gehen, die ihm außerordentliches vergnügen gewährte. Mitten in -er Arbeit überkamen ihn Minuten, in denen er vergaß, womit er beschäftigt war; es wurde ihm frei ums Herz und in diesen Augenblicken fielen seine Schwaden fast ebenso gleichmäßig und schön, wie bei t^it. Raum aber hatte er sich wiedcx vergegenwärtigt, was er tue, und «»gefangen, recht gut arbeiten zu wollen, so erfuhr er an fich wieder die ganze Schwierigkeit der Arbeit, unfeine Schwaden fielen schlecht. Als er eine weitere Reihe beendet hatte, und wiederum umkehren wollte, blieb Tit stehen und raunte dem Alten, indem er zu ihm hintrat, leise etwas zu. Beide blickten nach der Sonne. „Wovon mögen fie sprechen, und weshalb fangen fie keine Reihe mehr an?" -achte k«win, der gar nicht daran gedacht hatte, daß die Bauern ohne Unterbrechung jetzt schon nicht weniger als vier Stundest gemäht hatten und nun frühstücken mußten. „Frühstücken, Herr", sagte der Alte;« ihm. „Schon Zeit? Gut, frühstücken wir!" Lewin gab Dt seine Sense und schritt zusammen mit den Arbeitern die nach dem Frühstücksbrot zu ihren Röcken gingen, durch die leicht vom Regen besprühten Schwaden ans der abgemähten Fläche nach feinem pferöe. Hier erst fiel ihm, ein, -aß er gar nicht an das Wetter gedacht und der Regen ihm das Heu naß gemacht habe. „Gr wird es verderben", sagte er. „Dh, nein, Herr," antwortete ihm der Alte und fügte in -er ^Mchen Bauernregel hinzu: „W dozdj kosi, w pogodu grebil“ Cevitt band sein Pferd los, und sitt heim, um Aaffee zu trinken. Nach dem Frühstück kam Cewin nicht wieder an seinen früheren Platz in der Reihe, sondern zwischen einigen launigen Alten, der ihn in seine Nachbarschaft gebeten hatte, und einen jungen Bauern, der erst feit dem Herbst verheiratet und das erste Jahr mit Heumähen gegangen war. Der Alte ging in aufrechter Haltung voran, gleichmäßig die ge-

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