Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 3 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tr sogleich, ohne bis an Lewin heranzukoinMen, halt machte uni» ebenfalls zu schärfen begann. Tit dengelt« seine und Lewins Sense und weiter ging es nun. Dies wiederholte sich auch beim zweitenmal. Tit ging Schritt »im Schritt, ohne halt zu machen oder anszuruhen. Lewin folgte ihm, stch bemühend, ebenfalls auszuhalten; aber es wurde ihm dies schwieriger und schwieriger und der Augenblick kam, in dem er empfand, daß seine Rräfte erschöpft waren. Aber iin nämlichen Moment hielt Tit wiederum inne und begann zu dengeln. So ging cs di« erste Reihe hinunter, und sie schien Lewin ganz besonders sauer bei ihrer Länge, aber nichtsdestoweniger war es diese,«, — als die Reihe beendet war und Tit, die Sense über die Schulter werfend, langsamen Schrittes in den Spuren zurückging, die von seinen Absätzen in der gemähten Wiese geblieben waren, er selbst aber in seiner Reihe das nämliche tat. obwohl der Schweiß ihm in Strömen über das Gesicht lief, von seiner Nase tropfte und fein Rücken ganz naß war, als sei er mit Wasser begossen worden — außerordentlich wohl zu Wüte, und namentlich freute es ihn, daß er jetzt wußte, er könne die Arbeit aushalten. Seilte Freude wurde nur dadurch getrübt, daß seine Reihe nicht schön aussah. „)ch werde weniger »nit der Hand angreifen müssen, als »nit dein ganze», Dberkörper", dachte er, den von Tit gelegte» Schwaden mit seinem vergleichend, der zerstreut und ungleichmäßig lag. Die erste Reihe hatte Tit, wie Lewin gemerkt hatte, besonder» schnell zurückgelegt, wahrscheinlich weil er wünschte, den Herrn auf die Probe zu stellen, und die Schwaden lagen daher gestreckt. Die folgende» waren schon leichter gewesen, obwohl Lewin dabei immer noch alle seine Rräfte anstrengen »nußte, um nicht hinter den Bauern zurückzubleiben. Er dachte und wünschte nichts, als nur nicht hinter den Bauern zu bleiben, und so gut wie möglich zu arbeiten. Er hörte nur da» Rauschen der Sensen und sah dicht vor sich die straffe Gestalt Tit». weilergehen, den Halbkreis in der Wies«, die langsam um die Schärfe seiner Sense hin» und herwogenden Halme und Samentroddeln, und weiter vorn das Ende der Reih«, bei welchem Erholung winkte. Ghne zu wissen, wie es kam, empfand er plötzlich inmitten seiner Arbeit ein angenehmes Gefühl von Rühle auf den erhitzten, schweißtriefenden Schultern. Er blickte zum Himmel empor, während die Sense geschärft wurde; «ine niedrig hängende, schwere Wetterwolke war heraufgekommen und «in feiner Regen fiel nieder. Einige der