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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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»itfcie Arme weit auseinanderbreiten möchten gegen den Himmel, vm für diesen Tag zu danken .... Ich sah, im Dezember, Hummeln zwischen den Gräbern; Eidechsen blinzelten die Lonne an, ja ein Schmetterling flog. Ich ging zwischen den namenlosen Areuzen hin und her. An all die Sehnsucht dachte ich, an die Wünsche, Leidenschaften, Aräfte, die hier erloschen sind, eingefickert in die Erde. plötzlich stand ich vor Gräbern mit Namen. Inf. Rgt. .... Fähnrich N. N., Leutnant N. N. Irgendwie kannte ich diese Namen. Woher nur? Diesen Hügelzug kannte ich, von wo man ein blaues Flüßlein umsäumt mit Bäumen durch obstbaumreiches Land fließen fleht, in der Ferne blaue Berge. Und diese Aehnlichkeit mit unserer böhmischen Landschaft, wer hatte mir nnr von ihr gesagt? Dann wußte ich es. Einmal, bevor er das letzte, Wal ins Feld gegangen war, hatte mir Black, unser Ferdinand Black, von dieser Begräbnis, flätte seines Regiments erzählt, diese Namen hatte er genannt, mit diesen war er ausgezogen, damals zu Beginn. Wir standen auch oben aus einem Berg, als er mir erzählte. Wie einzelne Vergleiche im Gedächtnis geblieben find: daß doch diese serbischen Häuser wie Zuckerhüte verstreut liegen.- Jetzt liegt er selber begraben. Irgendwo am Isonzo. Aus meinem Fenster sehe ich täglich den Hügel, in der Nacht steht der Mond darüber. Da habt ihr mein Erlebnis. Dtto Engländer (Prag) Zt. im Felde. Siegfried Schlesinger Ein jäher Tod hat ihn uns * entrissen. Er war nicht von denen, die anders scheinen als sie find und strahlen von Glanz, den sie nicht besitzen. Einfach und treu wandelte er unter uns, voll Lebensfreude und glühender Liebe zu all' dem Schönen, was uns einte. Du branntest vor Begierde, zu tun und zu schaffen mit uns. Und nun? Die Salven donnern über dein Grab. Und wir, in ferne Lande verbannt, trauern um dich und schauen mit klagendem Blick gen. Dsten, wo weit hinter den Bergen verheißend die. Morgensonne in gleißen Büschelnden hinaussteigt. «r

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