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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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»Bist Du Mose, den wir mit Worten zerschlage,» haben vor Pharao?" Und sie schämten sich und konnten ihr Ansitz nicht vor ihm zeigen. Ader Wenige Augenblicke später fielen sie ihm um den HalS und küßten ihr» und schwuren, ihn ewig zu lieben. Die Töchter Jitros aber kamen zu ihrem Vater und erzählten ihm, was eü»er der Hirten in der WListe an ihnen getan. Jitro hörte es und cs erschien ihm Wunderbar, daß ein Mensch, gerecht und edel, wie dieser, unter Hirten der Wüste gefttnden würde und er sprach: »Kehret zurück, meine Töchter und saget zu dem Manne: »Verfechter des Rechts, Du hassest daS Unrecht, nicht Ln der Wüste ist Dein Platz, ft>mme zu uns und lehre die Menschen nach Drillen Wegen." Und eS gingen die Töchter und verkündeten Mose die Worte ihres V.aterS Jitro. Und Mose gefiel die Rede und er kam in das Haus Jitros und blieb bei ihm einige Zeit. Und sic hingen aneinander und Mose blieb gern im Hause Jitros und weidete seine Schafe. Alle, die Mose sahen, liebten ibn. Und jede der Töchter Jitros segnete ihn in ihrem Herzen und sprach: »Mich wird Mose zur Frau nehmen, denn schöner und klüger bin ich als meine Schwestern." Rur Zipporah, die Jüngste, fand keine Hoffnung in ihrem Herzen, daß sie dem schönen edlen Hirten gefallen könnte. Denn ständig sagten ihre Schwestern ihr ja, wie häßlich sie sei. Wem» auch die junge» Leute MidianS einander zuraunten ihretwegen und sagten, sie sei die Schönste im Lande und die Veste von allen Mädchen Midians, sie hörte nicht das geringste von allem, was jene jungen Menschen von ihr sprachen; nur, was ihre Schwestern ihr erzählten, das glaubte sie. Und eines Tages ruhte Mose wieder in der Mittagszeit auf dem Lager inmitten stiller Herde, seine Brust lag nackt in der Sonile. Da kam eine Mücke und stach seine Brust. Und Mose erwachte und fühlte angstvoll starke Schmerzelt und zeigte Jitro die Wunde, beutt in jener Zeit waren die Priester zugleich die Aerzte im Volke, und Jitro sah die Wunde und erschrak und sagte: „Wehe, Du Unglücklicher, Deine Wunde macht mir große Sorge. Nur eine Arznei giebt es für sie. Wenn Du das Haar einer Jungfrau darauf legst, kann sie geheilt werden. Die Töchter Jitros hörten cs wohl, aber sie dachten nicht daran, sich auch nur «ine Locke aus der reichen Fülle ihres Haares vom Haupte zu trennen, denn sie sprachen: »Wie sollten wir das tun können, ohne unsere Schönheit zu verunzieren und die Zierde unseres Hauptes?? Nur Zipporah beeilte sich ruld nahm eine Schere und schnitt ihre schönste Locke heraus, die zarteste ultd liebste von all ihren Locken und legte sie in Moses Zimmer. Als Mose auf sein Zimmer kam, fand er die Locke ulld freute sich über sie. -Er legte sie auf seine Wunde Irnd genas. Ulld er ging zu den Töchtern und fragte, welche von ihnen ihm diese Gnade getan, damit er sie segne. Und eS bebte ZipporahS Herz: »Ich bin häßlichen Angesichts, und meine ältere Schwester ist schöner und klüger als ich, ich will ihm sagen, daß sie ihm gnädig gewesen, dann wird er sie zur Frau nehmen tinb sie wird ihm eine kluge und schöne Frau sein." Und wie sie gedachte, so tat sie. Am zweiten Tage lag Mose inmitten seiner Schafherde und schlief. Zipporah «tch ihre übrigen Schwestern weideten ihre Ziegen nicht weit von der Herde MoseS. Da kam ein Löwe mitten in die Herde, er näherte sich Mose, schon hatte er seine

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