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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Mxxorerh Von Jehudah Steinberg. yebersetzt von Nathan .Sen Mordechai. Sobald die Kunde von Mose, dem Sohne ÄmramS, an Pharao gedrungen war, daß er den Aegypter erschlagen, da floh Mose in die Wüste. All seinen Feinden, die gegen ihn hetzten, tat Pharao GnteS. Und er machte den Einen zum Schatz- Meister, den Andern zum Mundschenk. Und die übrigen setzte er als Statthalter ein. Und es vergingen nicht viele Tage, da wurde cs bekannt, daß der Schatzmeister die Schätze der Provinz geleert hatte und entflohen war, uitb daß der Mundschenk Gift in den Becher Pharaos geschüttet hatte. Die Statthalter und Heerführer, Moses andere Feinde, hatten die Geheimniffe des Landes dem .Könige von Midian «öffnet. Und 'er vertrante darauf und hoffte, sie würden das Land ihm in die Himde liefern, wenn er kommen würde, um mit Aegypten .Krieg zu führen. Pharao raste vor Zorn und befahl, die Köpfe der Verräter von ihren Körpern zu trennen und ihre Verbrechen mit ihrem Blute an die Tore Aegyptens zu schreiben. Aber die Verräter flohen noch beizeiten in die Wüste. Da erkannte Pharao, daß die Fcinde Moses gleichzeilig die Feinde des Landes waren uub es schmerzte ihn, daß MoseS aus dem Lande geflohen war. Mose war aber ein Schafhirte in der Wüste. Und eines Tages kam er zu einem der Berge, da war eine Höhle, tief und verborge»», von nie»na»»den gesehen. Und er hörte Stimmen, die zueinander sprachen: „Drei Tage sind es schon, daß in u»rscren Mund feine Speise gekommen ist, u»rd finden wir auch he»»te nichts, womit wir unseren Hunger stillen können, so vergehen wir vor Hunger." Und MoseS erkannte die Stimmen seiner Feinde, die ihn bei Pharao verleumdet hatten u»»d er hatte großes Mitleid mit ih»»en. Uub er nahm aus seinem Vorrat ein Kikar Brot hervor m»d wollte in die Höhle gehen, eS ihne»» zu reichen und sich ihnen zu erkenne»» zu geben. Aber er blieb, es reute ihn sofort, daß er sprach: „Wenn sie mich sehen »verden und erkennen, wer ich bin, »verden sie nicht kommen mn das Geringste aus meiner Hand zu nehmen. Wäre es nicht bester, ich lege das Kikar Brot an den Eingang der Höhle, daß sie finde»», »vas sie erfleht, wenn sie herauSgchen, und nicht verschämt jemandem danken müssen, außer Gott allein?" Und wie er dachte, so tat er. , Am zweiten Tage schlich Mose sich heimlich bis zur Höhle. Da hörte er seine Feinde einander zuflüstern: „Höre »»ur, Herr von Chom, was ich gefunden!" „Auch an ihren Gelüsten erkennt man die Aegypter, denn verwöhnte Herren sind sie. Gestern, als ich meiire Seele sättigte und innerlich sprach: „Drei Tage werde ich nicht meür hungern und heute — kaum öffne ich mei»»e Auge»», da lastet der Hunger schwer auf mir." „Nur zu wahr hast Du gesprochen, Fürst von Uz", antwortete sein Freund, „auch ich spüre einen nagenden Hunger, wie nur die Aegypter ihn fühlen können. Kommt, laßt uns auch heute herausgehen, vielleicht finden wir auch dieses Mal Mas Speise. Und Mose legte schnell am Eingang der Höhle Brot imb Master nieder und entfernte sich. Als Mofe am dritten Tage zur Höhle kam und horchte, da. hörte er seine

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