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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 15

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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nun absichtlich nicht mit dem Paradies ■— sondern mit dem höllenwaffer. Da wurde sein Leib ganz, und gar zu Staub und Asch«. ' And nun wählte sich seine Braut, die schon längst statt des Wüterichs den braven Thanina, nachdem inzwischen seine Frau gestorben war, liebgewonnen hatte, diesen zum Ehegemahl. So wurde er sogar der Nachfolger seines Aönigs und herrschte an der Seite seiner Gemahlin über viele Völker. Au» den Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde (Hamburg). Der rechte Eidam Ein frommer und reicher Alaun hatte ein Töchterlein, das besaß alle Tugenden der Welt. Und da Vater und Mutter bereits bei Jahren waren, so dachten sie daran, ihr Aind auszugeben. Nun hatte der Mann einen Schwiegersohn, der war sehr gelehrt und reich. Aber die Frau dachte wiederum an einen Brudersohn, der war wohl nicht minder gelehrt, aber bettelarm. Da sich nun die beiden Gatten nicht einig werden konnten, wem sie ihr Aind geben sollten, so luden sie ihre ganze Verwandtschaft und Freundschaft ei», die sollten entscheiden. Die Gäste rieten lange hin und her. Endlich sprachen sie zu ihren Wirten: „Gebet jedem der beiden Freier zweihundert Taler, damit sollen sie «in Jahr lang auf die Wanderschaft gehen. Alsdann wird sich zeigen, wer damit bester gewirtschastet hat." Die Wirte waren zufrieden. Auch die beiden Nebenbuhler waren darob hochbeglückt. Ein jeder meinte, er wolle die schöne Jungfrau schon bekommen, als wär' ihm ein« gebratene Taub' ins Maul geflogen.' Sie kauften ein, der eine Waren, der andere Edelsteine und zogen frohgemut von dannen. Aber schon in der ersten Herberge, in die sie einkehrten, wurden sie arg bestohlen. Dem einen nahm man den Beutel, worin er sein bares Geld verwahrte, dem andern aber niit dem Beutel fein ganzes Hab' und Gut; denn all' sein Edelgestein hatte er dareingetan. Jener zog nun freudig heim, da ihm seine Waren noch geblieben waren, während der andere hilflos Zurückbleiben mußte. In seiner Hilflosigkeit trat er in ein Lehrhaus ein, an welchem er gerade vorüberkam. Es war das Lehrhaus des Fürsten von Babylon. Nicht weniger als vierhundert emsige Schüler fand er da zu den Füßen des großen Meisters. Der Arme setzte sich bescheiden hinter den Dfen und getraute sich nicht «in Wort mitzureden. Da

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