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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Endlich fand er die Besitzerin jenes Haares« eine mächtige Königin, und unverzagt teilte er ihr seinen Auftrag mit. Sie versprach auch, ihm zu folgen, doch müsse er ihr zuvor zwei Bitten erfüllen. Zunächst wünschte sie zwei Arüglein, das «ine mit Wasser aus der Hölle, das andere mit Wasser aus dem Paradies gefüllt. Als nun Lhanina einst darüber nachdachte, wie er diese Bitte erfüllen könne, da flog jener Rabe hinzu, dem er dar Leben gerettet hatte, nahm die Arüglein und brachte sie gefüllt zurück. Di« Königin prüfte sogleich die beiden Wassersorten. Zuerst goß sie von dem höllenwaffer auf ihre Hand, da wurde diese ganz verbrannt. Doch kaum netzte sie sie mit dem Wasser aus dem anderen Arüglein, da war sie wieder so heil wie zuvor. . Nun stellte die Aönigin die zweite Bedingung. Lhanina sollte ihr einen Ring zur Stelle schaffen, den sie einst auf einer Seefahrt hatte ins Wasser fallen lassen. Wo sollte man den Ring suchen?. Traurig und ratlos ging Lhanina am Ufer des Meeres auf und ab. Da kam mit einem Male jener Fisch geschwommen, dem er «inst die Freiheit wiedergegeben hatte. Aaum hatte ihm Lhanina sein Leid geklagt, so schwamm er eiligst zu kevjathan, dem gewaltigen Aönige der Fische und trug ihm vor, wie er Lhanina nun so gern sich dankbar zeigen möchte. Liwjathan gebietet nun bei Strafe seiner aller» höchsten Ungnade dem Fische, der jenen Ring verschlungen, ihn sogleich herauszugeben. Lin Fischlein brachte ihn auch herbei, und Lhaninas Freund trug ihn seinem Retter zu. Doch wie er den Ring eben ans Land gespieen hatte, da kam ein Eber und verschlang ihn. In demselben Augenblicke kam aber der Hund gelaufen, dem Lhanina das Leben gerettet hatte, und im Nu war der Eber zerrissen und der Ring in Lhaninas Händen. Nun mußte die Aönigin ihr Versprechen halten und mit Lhanina ziehen. Schon sollte ihre Hochzeit mit dem Aönige gefeiert werden, da fand man den getreuen Lhanina emes Tages ermordet. Die Höflinge, die ihn von jeher beneidet hatten, die auch die Waht für die gefahrvolle Botschaft auf ihn gelenkt und ihm nun gerade dadurch nun wider ihren Willen zu den höchsten Ehrenstellen verholfen halten, glaubten, ihn bereits auf diese Weise aus dem Wege geräumt z» haben. Doch die Aönigin benetzte ihren treuen Diener nur mit einige» Tropfen ihres paradieswaffers, und Lhanina war wieder lebendig: " , Der König, der dies gesehen hatte, wolltenun dieses Wunder durchaus auch an sich erproben. So sehr ihn seine Braut, die Königin; auch warnte, er ließ sich totschlagen. Aber die Königin begoß ihn

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