Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 2 (8.1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Sorgfalt. Doch der Frosch wurde immer größer und größer, brauchte bald gar eine ganze Aaminer für sich allein und kostete dem braven Sohn das ganze vermögen. Endlich entschloß er sich, dem unheimlichen Gast in aller Freundschaft die Wohnung zu kündigen. Da sprach der Frosch: „Wein lieber Wirt! Nun soll Dir erst zum tohne für Deine Güte in Erfüllung gehen, was nur immer Dein Herz begehrt." Thanina bat, in der heiligen kehre unterrichtet zu werden. Und kaum hatte ihm der Frosch einen Zettel singegeben, auf welchem einig« Worte standen, da kannte sein Schüler auch schon die ganze heilige kehre und all die siebzig Sprachen, ja sogar die Sprache der Tiere und Vögel. Aber auch seine Wirtin wollt« der dankbare Frosch belohnen. Er bat das paar, ihm bis zum Walde das Geleit zu geben, und hier angelangt, rief der Frosch auf ein Zeichen alle Tiere und Vögel bes Waldes zusammen und befahl ihnen, Edelsteine, soviel sie nur tragen könnten, seiner Wirtin ins Haus zu bringen und heilsame Aränter, deren Wnnderkraft er zugleich der Frau erklärte. Alsdann sprach der Frosch: „Gott lohne euch die Wühe, dje ihr mit mir gehabt! Und ihr habt mich nicht gefragt, wer ich bin. Aber ich will es euch doch sagen. Ich bin des ersten Wenschen Sohn, den ihm killt geboren hat in den hundertunddreiß'^, Jahren, die er von Eva geschieden war. Gott hat mir die Wacht gegeben» mich in jede Form oder Gestalt zu kleiden, die mir behagt." Dann nahm er Abschied. Nicht lange darauf geschah es, daß der Uönig des Landes auf Len Rat seiner Freunde sich entschloß, ein Weib zu nehme». Da ließ eines Tages ein Vogel, der gerade vorüberflog, aus seinem Schnabel ein wunderschönes goldblondes Frauenhaar auf die Schulter des Aönigs hinabfallen, und nur das Weib, dem dieses haar gehörte, wollte der Aönig zur' Gemahlin haben. Die Wahl, wer dies« Schöne suchen sollte, fiel auf unseren Thanina, der inzwischen vennöge seines Wissens und seines Reichtums zu großen Ehren gelangt war. Er machte sich sogleich auf die Reise. Unterwegs, als er ermattet unter einem Baume rastete, hörte er «inen Raben, der auf -em Baume saß, gar wehmütig über Hunger klagen. Sogleich reichte ihm Thanina von seiner Wegzehrung. Edens» rettete er bald darauf einen,Hund vom Hungertod«, und als er an einem großen Wasser vorüberkam, au» welchem gerade die Fischer einen, großen Fisch herauszogen, dq kaufte er ihnen den Fisch ah und sieß ihn wieder, ins Wasser.