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Blau-Weiss-Blätter · 1917-08-01 · 2 (8.1917) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
2 (8.1917)
Date
1917-08-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Einlaß begehrten. Sie machten sich schön am Hvstote Zu schaffen. Lob Moschele« sandte ein Stoßgebet zum Himmel, Neidete sich an und ging hinaus. Er wollte ver* suche»!, die Leute zu beschwichtigen. Sein Weib betete indessen zu Gotk er möge Ae doch nicht diesen rohen Menschen auSliefcrn. Lob richtete nichts aus, im Gegenteil bei seinem Anblickebrach ein furchtbarer Lärm aus und er mußte sich znrttckzieherk denn er war allein; auch sein Gesinde hatte ihn im stich gelassen. Er konnte nichts machen. Die Rotte war bereits erngebrochen, das hörte er an dem Brüllen de« Viehes, das sie ihm wahrscheinlich jetzt'ans den Ställen wegschleppten. Gleich darauf ging ein Rumoren los, sie suchten nach Lob Moscheles und seinem Weibe. Bald mußten sie sie erreichen! Auf einmal Totenstille im HauS. Das Geschrei verstummt» und Entsetzen packt die Horde. Biele rennen davon, den andern gerinnt das Mut zu Eis. Eine Fcnersäule schlägt ans dem Hause empor, und in dieser schweben drei Personen gen Himmel. üftadj ein paar Minuten ist alles verschwunden. Da löst sich der Bann und heulend stürzen sie durch die Zimmer. Sie wollen Lob. MoscheleS und sein Weib und sich und die andern überzeugen, daß es nur ein Gankelspiel war, waS sie gesehen. Aber Lob Moscheles und sein Weib sind und bleiben spurlos verschwunden. ES nützt nichts, daß oberst zu unterst gekehrt wird. Und um ihre rasende Angst zn betäuben» zünden sie das Haus an. Blutrot leuchtet der Himmel, die Nacht wird zum Tag^ denn es ist groß das Gehöft des Löb Moscheles, und wie graue Gespenster sehe» die Bäume, die mitten im nahen Felde stehen. . Biele Jahre sind seither vergangen, doch die Geschichte hat sich fortgepstanzt» von Kind zu Kind. Heute wohucu wieder Inden ans dem Dorfe und seine Bewohner find bemüht, die grausige Geschichte gut. zu. machen.. Vergessen aber, wird man sie wohl nie können, denn als bleibende Erinnerung breitet sich in der Mitte des Dorfe« ein kahler Fleck, ans. Dort hat einstmals Löb. Moscheles* Gehöft gestanden und niemandem ist es bisher gelungen, ihn zn bebauen. Kein Gras wächst, dort, kein Samen kommt auf, .und kein Baumeister vermag ein Hans binzubauen. In halber Höhe fällt sein Werk zusammen. Das ist die Geschichte von der Hilfe Gottes, die er seinen Kindern an«e* deihen ließ, als sie noch gut und fromm waren. Teplitz-Schönau NataSchneider Die dankbaren Tiere Lin frommer Mann im Lande der Väter Hatte einen 5oh« namens Thanina. Dem gab er kur; vor seinem Tode den Auftrag, sobald die erste Trauer vorbei sei,.auf den Markt zu gehen und «m jeden Preis das . erste, was ihm angeboten werde, zu kaufen und in Ehren zu halten. Der Lohn tat, wie ihm der Vater befohlen hatte. Er kaufte eine silberne Dose, die er weit über den Wert bezahlen nrnßte. Als er fie aber zu Haufe Sffnete, da fand er darin eine zweite Dose, und in dieser einen Frosch, der ganz, vergnügt umhersprang. Thanina. pflegte, -wie er dem Vater versprochen hatte/ den Frosch mit aller »2

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