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Blau-Weiss-Blätter · 1917-05-01 · 1 (5.1917) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
1 (5.1917)
Date
1917-05-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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(Bild 2.) Wir mußten uns ordentlich durch die vielen Schkeppzüge dnrcharbeitcn. Dann ging es aber wieder heidi. And das ruhige Leben an Bord ging weiter.-Am vormittag versuchte ich j)ousfi, unfern Hund, zu zeichnen. Doch das Vieh rückte aus. Als ich dann das Skizzenbuch wegpackt.e, kam er natürlich wieder und legte sich hin. 5s haben wir uns denn Beide stundenlang geaalt; bis dann die Hungens kamen und er ansrückte. Hier könnt ^hr übrigen» feh«n,wie ernst unser Hänschen Alampf« spielen kann. (Bild 3.) — Wieder verging der Tag mit sonnen und aalen. Wir lasen unfern Anulp weiter; und ich mußte daran denken, daß unser Leben auf der Fahrt doch viel Ähnlichkeit hat mit Änulps Angebundenheit und Empfindung. — — Gegen Nachmittag sahen wir, wie die Matrosen sich fein machten. Ein trauriges Gefühl beschlich uns da: bald werden wir in Stettin sein und dann hat unsere schöne Fahrt ein Ende; aber die lustige Ltinimung kam doch bald wieder hoch.-Stettin selbst zog uns nicht sehr an, und wir machten nur einen Spaziergang am Hafen, der uns sehr viel Neue» und Schönes bot. Dann aber wieder aufs Schiff. -—- Am andern Morgen drückten wir schon wieder die Eisenbahn, und wären doch so gerne noch bis Breslau wieder mit dem Dampfer mitgefahren; aber j)effach ist j)«ffach, und da mußten wir eben nach Haus. Schaloml Berlin Willi Nordwind Am Sederabend Reines der leicht zugänglichen jüdischen Bücher bietet dem Geist soviel Anregung zu Fragen wie die Hagadah, keine der jüdischen Festesstimmungen spricht so zu unserer Phantasie wie der Sederabend. Jedes Wort der hagadah wird durch eine Erläuterung erklärt, jede Bemerkung durch Erzählung und Gleichnis ausgeschmückt. Der jüdisch« Hausherr, der nur ein wenig zu .lernen" versteht, bemüht sich, die alte» Erzählungen und Deutungen zu erneuern, neue Ausschmückungen den alten hinzuzufügen. So ist das ganze Buch durchwirkt mit einer unendlichen Zahl phantasiereicher Geschichten, feiner Bemerkungen, tiefsinniger GleichniAe. Zu dem Besitzstand einer jeden jüdischen Familie gehört eine Summ« von Geschichten, die am Sederabend erzählt werden und die sich von Generation zu Generation sortpfianzen; nur ab und zu werden neu gehärte oder selbst erfundene in de» alte» Sagenkreis ausgenommen. Ich hatte einmal Gelegenheit, einen Sederabend mitzufeiern, der durch die Erzählung dreier russischer Juden sein besonderes Gepräge bekam. Sie waren im Begriff, nach Amerika auszuwandern» und gerade am peffach in mein»» heimatsort verschlagen worden. Die Drei erzählten den ganze» Abend. Einen groß,» Ceil ihrer Gleichnisse fand ich wieder, als ich später eine der bekannteste» Ans»

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