Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 6 (4.1917)
- Date
- 1917-04-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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a Figur 5. Den Stechheber stoße man in’s Wasser nachdem man Oeffnunga mit dem Daumen luftdicht verschlossen hat. Oeffnet man a, so strömt Wasser und Schmutz durch b in c. Nach Wiederverschließen von a entfernt man den Heber aus dem Aquarium und gießt ihn aus. Die Aufzucht junger Fische geschieht am Beste« in besonderen Gläsern — Einmachegläsern mit einer dünnen Sandschicht am Boden, einem Bündel Wasserpest darin und einer dichten Schicht WasscrmooS an der Oberfläche. Junge Fische füttert man mit Piscidin feinster Körnung No. 000 oder Jnfusorienwafser, das man sich beschafft, indem man Heu mit Wasser begießt uttb den Aufguß in der Sonne stehen läßt. .Zur Zucht von Fischen, die ja besonders interessant ist, eignet sich das bisher geschilderte Gesellschaftsaquarium nicht so sehr wie das Zuchtaquarium, in dem 1 Männchen und 2 bis 3 Weibchen derselben Art untergebracht sind. Das Gesellschaftsaquarium spiegelt jedoch die Verhältnisse in der Natur am besten wieder; auch soll der Anfänger sich mit der Aufzucht von Fischen noch nicht befassen, besonders, weil hierfür meist teure ausländische Arten in Bettacht kommen, deren Verlust schwer zu verschmerzen ist. Sind doch die Fische vielfachen, meist ansteckenden Krankheiten ausgesetzt. Es empfiehlt sich daher Tiere, die matt zu sein scheinen, deren Flossen wie verklebt auSsehen, auf deren Körper sich weiße Pünktchen oder etwas wie eine Schimmel- Haut zeigen, abzusondern und bis zur Erholung öder zum Verschwinden dieser Merkmale außerhalb des Aquariums zu halten.' SS ist leichter Erkranttmgen vorznbeügen, als Krankheiten zu heilen. Unbedingt nötig ist es daher, dafür zu sorgen, daß die Fische genug Sauerstoff und Raum zur Verfügung haben; auf 1—2 1 Wasser setze man höchstens ein fingerlanges Tierchen. Das Aquarium soll nicht zu klein sein; je mehr Bewegungsfreiheit die Fische besitzen, desto besser für sie. Schließlich sei dringend empfohlen, frischgefangene oder