Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1917-02-01 · 5 (2.1917) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
5 (2.1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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ligem Wege zu sein. Vas Schönste war unsere Lhannkkahfeier im tzems-- daher Landheim mit anschließender 3 tägiger Fahrt unter Führung von Hans Feibelmann über die hohe Tramm nach Lberbach-Michelstadt. wir halten die?' Freude, Gefährten und Freunde ans Frankfurt, Worms und Heidelberg zu be» grüßen und den Berliner Kurt Joseph, der uns vom Lazarett aus anssuchte. Ich^ selbst mußte leider dienstlich in Mannheim bleiben, und so könnte ich nur einen schwachen Abglanz der begeisterten Erzählungen der Jungens und Mädel hier niederlegen. Die Turnabteilung macht weiter gute Fortschritte? Inzwischen ist auch ein „Jüdischer Mädchenturnvereiu Mannheim" von uns begründet worden, in dem unsere Mädchen mit Eifer mitturnen. . Linen Tag lang hätten wir die Freude, Karl Glaser bei uns als Ggst zu sehen. Er benutzte die Gelegenheit, auf einem Heimabend unseren Jungens und. Mädels mit starker Begeisterung vorgetragene und aufgenommene Worte zu sagen. In Lhanukkah sandten wir allen Führern im Felde Pakete. Ralph Isato-' witz wurde zum Vizefeldwebel befördert, Max Neumaier wurde eingezogen. , SallyMarkhoff München, viel Neues ist diesmal von uns nicht zu berichten; wir können' noch immer zufrieden sein, wenngleich wir durch den Abgang zweier Führerschastsmiiglieder sehr stark geschwächt sind — Meta Moch ist jetzt in Halberstadt, Gotto Ehren stein bei den Soldaten —. so können wir alle 6 Züge noch aufrecht erhallen. Die Teilnahme auf Fahrten und Heimabenden ist ziemlich gut.' Unser Lhanukkahfest nahm einen sehr 'chönen Verlauf, und wir durften mit Genugtuung sehen, daß unser Name immer tiefer in die Kreise der hiesigen Bevölkerung dringt. Die eifrigsterr warrderer jeden Zuges wurden ausgezeichnet, für die an» deren wird dies ein Ansporn sein, damit sie das nächste Jahr auch zu den Besten gehören. In den Ferien wanderten wir in 2 Gruppen. Eine Skigruppe und eine, die sich auch ohne Skier im Gebirge zurechtfand. Strahlende Gesichter erzählenuns heute noch, wie herrlich die gemeinsam verlebten Tage waren; tagsüber warenwir draußen, und abends fanden wir uns in warmgeheizter Wohnstube und sangen - und spielten beim Scheine der Ehanukkahlichter. Und nun ist es leider schon wieder vorüber, aber denken werden alle noch recht lange daran, und wir srenen uns heute schon wieder auf die kommende große Fahrt. Lin Berliner Wanderer verbrachte seine Ferien bei uns, auch konnten wir Theo Harburger, leider nur auf kurzem Urlaub, hier begrüßen. Eli Steinberg Prag. Ehanutkah feierten wir draußen auf einem. Berge, um ein Feuer gelagert, wir gedachten unserer Toten, und Sehnsucht, ihnen nachzueifern erfüllt^ unser Herz. — Am ersten Lhanukkahtage halten wir außerdem zwei gemeinsame^ Heimabende. Der erste mit fröhlichem Lichteranzünden für die Jüngeren, der ' zweite, an dem wir von des Festes Sinn sprachen, für die Großen. Der Geschichtskurs wird weitergeführt, für den Hebräischknrs haben wir einen Lehrer gewonnen. Unsere Bibliothek,' auf - die wir stolz sind, hat sich' auf bald l-oo Bände vergrößert. Auch Heuer sandten wir Lhanukkahpakete hinaus,-' die wir mit soviel Gutem; als wir nur könnten, versahen. . . ■. V ';

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