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Blau-Weiss-Blätter · 1917-02-01 · 5 (2.1917) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
5 (2.1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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i- ... . *■ s Die Feuer -rannten, wir hatten eine kurze Feier . . . .! Wißt ihr, warum zu Chanuktah, penn wir die Feuer arizünden, warum dann \ Sturm die Luft durchschneiden muß? Es geht eine alte Sage in unserem Volke, die erzählt: Gottes Diener find' i; die Feuer, und Gottes Boten sind die Winde. Berlin Edith Ruth Bobreker ^hanukkah Stellt euch das mal vor: eine kleine, stille Straße in der Nähe der Alster. Die Bäume und die Vorgärtchen der Gartenhäuser haben ihr dunkles Alltagskleid mit einem schneeigfunkelnden Lesttagsgewand vertauscht. Von den Dächern strahlt es weiß. Uebercill kalte, glänzende j)rachtl-Wenn ihr am Ende der kleinen, stillen Straße sman hat sie „Böhmersweg" genannt) seid, so macht bei Haus halt. Wir find im heim! „öchaloml" Ach/ hier drinnen ist es aber so schön warm lhat sich hier etwas verändert? Was ist es? Jetzt fühle ich es: auf allen Gesichtern der festlich gekleideten Mädel, die' um den ' - weiß gedeckten Tisch sttzen, steht es geschrieben: freudige Erwartung, Frohsinn, Blau-Weiß-Sinnhier schweigt eine lebhafte Unterredung, dort verstummt ein lachen: unsere Menorah leuchtet! Erst schüchtern, dann ruhig und sicher strahlt das am Ende der jungen, gesundgewachsenen Aeste, die! aus dem festen, alten Stamme hervorgehen, von ihm holen sie sich Kraft, Nahrung und verarbeiten sie und schaffen ans ihr neues, warmes, leuchtendes, Leben! Nun tönt das'rythmische, starke Lied -Lloauss Zur« durch den Raum. Wir hören die Lhanukkahgeschichte. Das Licht der Menorah bannt unfern Blick. „Und Juda Makkabi! schlug das große Heer der SyrerIch richte mich auf. Zu-? fällig fällt dabei mein Blick auf unser Bild: „Golus". Und da tut es mir i jo weh, daß ein gebückter Alter den anderen voranzieht durch den! Schnee. Gerade auf dies Bild fällt der Schein unserer Menorah. —! Die Stimme spricht weiter und liest von den harten Kämpfen der l Makkabäer, die sie läuterten. Spricht von der kleinen Anzahl, di« i ihre ganze Kraft dem einen Ideal hingab. Es ist mir, als ob ich allen Mädeln die Hand drücken muß, weil ich fühle, daß wir in diesem Augenblick alle dasselbe ahnen, empfinden. — — —

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