Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 5 (2.1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Unsere Menorah brennt mit stillem Festesglanz am Fenster, wir singen unsere Lieder, die so hoffnungsfreudig und innig find. »Poh beerezU Und wie ein ernster heiliger Schwur klingt es: „wir heben die händ' — — Die weiße Decke ist vom Tisch verschwunden. Ans der glatte« Platte tanzt das Trendel, dreht sich geschwind. „Gimmel!" „<D, die viele Schokolade!" Da surrt es schon wieder über den Tisch. Rrrrl Will das garnicht aufhören? Doch! . . . nun! „Ach, ich armer Schlucker muß auch noch solches Pech haben!" -- Die Menorah ist verlöscht. Unser heim ist nicht mehr so hell. Dafür ist aber die wärme und der stille Glanz, den sie ausstrahlte, in unser Herz gegangen und leuchtet dort weiter! Hamburg Pa ul a Goldschmidt Franz Gmanuel Auerbach Leider haben noch nicht alle „Blau-Weißen" ihren Wanderbund. Aber wir „Unorganisierten" in Elberfeld lieben ihn darum nicht weniger. Mancher Verlust unter uns trifft auch den Bundschwer. Wohl mit an erster Stelle steht da der Naine Franz Emanuel Anerbach's, der in den Kämpfen an der Somme an der Spitze seines Zuges den Heldentod starb. Die 6). ffentlichkeit kannte ihn nicht, hätte ihn auch nicht verstanden. Er wußte es, darum mied er sie, nur als Vollendeter wollte er vor sie treten. Er war der Sohn seines Volkes, es hatte ihn geschaffen, i» ihm lebte er. Seine Mutter war die Natur; Politik und Winkelzüge lagen ihm fern. Bei seinen großen Geistesanlagen war er stetsoffen, natürlich und bescheiden, stets ursprünglich. Er sah und fühlte das Geschick seines Volkes. Den Blau-Weiß liebte er, obwohl er wohl nie eine Fahrt mit ihm gemacht hat; ihm sollte auch sein Wirken gelten. Wir wollen um ihn trauern, Lochs dann wieder frisch ans Werk gehen, bemüht durch unser Tun, ihm gerecht zu werden. z. At. im. Feld Erich Xley