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Blau-Weiss-Blätter · 1917-02-01 · 5 (2.1917) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
5 (2.1917)
Date
1917-02-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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sehr hungrig und müde waren, verzehrten wir dort einige von unseren „Smörgäsar* Butterstullen. Spater führte der weg am Wasser entlang, das gefroren war, und es machte uns Vergnügen, Steine über die glatte Eisfläche dahinschießen zu taffen. Bald darauf bemerkten wir ein kleines Motorboot, welches fich seinen weg durch das Eis bahnte, wir winkten es Heran, es trug den schönen Namen „Zris" und» war dazu bestimmt, das Eis zu brechen. Die zwei Männer, die das Boot führten, nahmen uns alle hinein und wollten uns ein Stück fahren. Da das Lis zu dick war, konnten wir aber nicht weit fahren, sondern kehrten bald an den Strand zu» rück.— Bald darauf kamen wir nach Djursholm, wo wir nochmals Rast machten, und ließen uns die warmen Getränke gut schmecken .... Nach kurzem Aufenthalt ging es wieder zu Fuß nach Stockholm. Bei Stock« sund passierten wir eine Brücke, wo jeder \ 0cre zu bezahlen hatte. Nach rpündigem, tüchtigen Marsche waren wir wieder in Stockholm. Das war für uns alle eine sehr schöne und erfrischende Fahrt gewesen, nach der wir uns sehr sehnen .... Schaloml Stockholm Hans Hellvig HerbstwanderrrnK Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung hält die Bimbclbahn: „Eiserne Handl* Der Zng hat die vorgeschriebene Höhe erreicht, für ihn geht's jetzt abwärts. Wir steigen aus und streben weiter den Wolken entgegen; die Sonne läßt sich heute nicht blicken. Unser Weg führt uns bergauf immer durch den Wald. Wir schreiten durch raschelndes, dürres Laub, über uns die Bäume sind fast kahl; die wenigen Blätter, die noch an den Aesten hängen, sind welk, der nächste Windstoß wird sie abschütteln. Aber dort driiben ist der Wald noch grün und steht freundlich und hell gegen den grauen Hintergrund. Jetzt kommen wir an eine Lichtung, der Blick wird frei. Umringt von braunen Stoppelfeldern und grünen Weiden liegen die Zwillings» börfcr Hahn und Wehen vor und; den Horizont bekränzt wieder dunkler Herbstwald. Jetzt geht'S in die Tannen hinein, eine köstlich frische Lust umgibt nnS, wir muffen singen, und an Liedern fehlt'- nicht. Endlich haben auch wir die Höhe erreicht, und wir betreten das Fleckchen Erde, von dem uns unsere Führerin schon geschwärmt hat. Ueber die Böschung der Felder, auf denen wir stehen, schauen die roten Dächer von Seitzenhahn neugierig herüber. Jenseits des Dorfes wechseln Kartoffelacker mit Gemüsegärten ab, dazwischen beugen Aepfelmrd Birnbäume im Winde ihre schwer beladenen Zweige. Dahinter ist wieder Wald, aber so wunderbar bunt und farbenfroh, wie's eben nur der Herbst vermag. Wir trennen uns nur schwer von diesem Aussichtspunkt, und doch müssen wir weiter, denn wir sollen auch wieder nach Hause, und die Tage sind schon kurz. Also schnell hinunter in's Dorf, rasten und dann heimwärts. Aber so rasch, wie gedacht, geht eS nicht. An der Dvrfstraße stehen die herrlichsten Brombeeren, die können wir nicht unberührt stehen kaffen, und die verschiedenen Apfelsorten müffen wir auch kosten: Als wir uns schließlich bis dicht vor'S Dorf durchgegessen, fallen ünS unsere Mütter ein, die sich auch freuen, wenn wir etwas Eßbares mitbringen. So machen wir' uns auf die Suche, und kehren nach einem Rundgang durch „Seitzegickek" (so nennt

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