Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 3 (10.1916)
- Date
- 1916-10-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3dj hin besser bedient, als Du denkst, noch weiß ich, was im Palast vorgeht!" „Du setzt mich in Erstaunen. David ist ein Greis, feino Kräfte schwinden, jeder taut kann ihm schaden. Man pstegt ihn, tut alles, das kostbare teben;u wahren. 3st bas verdächtig?" »Seit jener (Ohnmacht, die den König niederwarf, ist niemand mehr zn ihm gekommen, der Dir nicht paßte und Deinem Klüngel. Nicht einmal seine Löhne; Adonia . . . „3st wild und laut . . . -* „Reize mich nicht und schweige! Du lauerst auf des Königs Tob und sorgst, daß niemand Deinen Einstuß stört. Adonia ist kein gefügiges Werkzeug in Deiner Hand, der jüngste, der schwächste der Prinzen soll die Krone . . . „So ist des Königs Wille". Lchweig'l" 3ch rate Dir schweig'! Noch spiele ich, Priester. — 3ch sage, David weiß, was Du planst und sucht das Reich zu sichern. Erruft nach seinen Räten, aber die find ferm von chm; nach feinen Kriegern, die mit ihm den Staat schmiedeten, aber man läßt sie nutzt an sein tager. Ja, Nathan, ich habe Grund, dafür zu sorgen, daß unser Werk nicht zu Schanden werde unter weichlichen Priestern und flaumhaarigen Knaben!" Nathan überlegte, er suchte immer noch den Bruch zu meiden: „Niemand bestreitet Dein Verdienst und ich beuge mich dem Gewicht Deiner Taten. Wir wollen das Beste, beider auf verschiedenen Wegen. Dein Weg ist nicht der rechte, 3oab. Du kennst Adonia nicht, der nach Deinem Willen einst auf Davids Stuhle fitzen soll. Er ist ein Krieger: furchtlos und fürchterlich im Streit. Aber er ist nicht weise. Ehrgeizig ist er und ruhelos; das Blut des Volkes scheint ihm billig. Er richtet seine Augen auf Aegypten, Gosen nennt er verlorenes Erbgut unseres Volkes. 3b" blendet die Krone der Pharaonen." „Besser im Kampfe fallen, als in Weichlichkeit und (Ohnmacht erstricken!" „Kennst Du Salomo? Eristein Knabe, aber er ist furchtlos und klug. Er wird über unsere Ehre wachen, aber auch über den Frieden, daß ihn kein Mutwilliger störe. Kennst Du Salomo? Er ist hold wie die Sonne, das Volk wirb ihn lieben, und er wird die Menschen glücklich machen. Er war bisher in den Gemächern der Frauen, aber ich werde ihn Dir zeigen." „Das Kind der Bathseba? 3ch will: ihn nicht sehen, seine Geburt befleckt ihn." „Er ist fromm wie die Natur selbst, jeder Atemzug ist ein Gebet. Der Herr verzeiht die Schuld der Väter den Kindern, die ihn lieben." Durch die Pforte trat ein königlicher Kämmerer. Er neigte sich tief und sprach leise mit dem Propheten. 3^b packte die Wut: „Was habt 3hr Zu tuscheln, das ich nicht wissen darf? hierher.