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Blau-Weiss-Blätter · 1916-10-01 · 3 (10.1916) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
3 (10.1916)
Date
1916-10-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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„Das ist einmal ein guter Rat" sagte der liebe Gott, „ich will es Dir nicht vergessen, mein liebes Beth; du sollst der wichtigste Buchstabe im Ales Beth sein, denn alle Legenssprüche, mit welchen mich Hereinst die Zuden loben und preisen werden, sollen mit Dir anfangen".— Daher beginnen alle Legenssprüche mit Beth. Gleich nach diesen Worten begann der liebe Gott sein Werk. Er nahm einen wunderschönen hellblauen Mantel um und stieg nieder in bas Reich des Tohuvabohu. Wo er hinkam, wurde es hell, denn Don seinem Mantel und von seinem Angesicht gingen Licht und Freude ^ms. Als aber der erste schein auf Tohuvabohu fiel, wurde er Nein und schwach, und unter lautem heulen zerfloß er wie ein Nebelschleier. Als der Wind sah, daß Tohuvabohu fort war, zerriß er seine Jesseln und fragte: „Lieber Gott, ist der Bösewicht für immer weg, kann ich jetzt springen und Hüpfen, soviel ich will?" Gott nickte lächelnd mit dem Kopfe, und der Wind sprang auf, Haßte den Mantel Gottes und flog weit, weit fort. Immer wenn Gott „halt" rief, blieb er stehen, denn er war -gewöhnt zu folgen. Der Mantel Gottes blieb gedehnt wie ein Zelt über dem Reiche, welches früher dem Tohuvabohu gehörte. „Jetzt gehört es mir" sagte Her liebe Gott. „Alles soll schön und neu werden, denn i ch bin der 'König und will ein schönes Königreich haben. Uti5 schließlich mache ich mir Menschen, damit ich Untertanen habe; denn hätte ich keine Untertanen, so wäre ich auch kein König." j)rag Grete Gbernik Davids Tod Der Prophet Nathan schritt durch die kleine Pforte am Königs» Mgel des neuen Tedernpalaftes, die nur die nächsten freunde des tränten Herrschers benutzen. Ioab vertrat ihm den Weg. „Du kommst vom König, Priester." „Keine Veränderung", sagt« Nathan, der einer Unterredung ausweichen wollte, „keine Veränderung. David ist matt, aber er wird leben. Ich eile selbst zum Arzt, zu dem Tyrer, der die Tränke mischt." „Was Ihr mischt, ist mir gleichgültig", antwortete der Feldhauptmann, „Gutes ist es nicht. Du sperrst den Herrn ab von seinen freunden. Seit er krank ist, Hältst Du ihn gefangen." „Ich weiß, daß Du mir immer Feind warst, Ioab; Du bist ungerecht. David braucht Ruhe." „Ruhe?

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