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Blau-Weiss-Blätter · 1916-10-01 · 3 (10.1916) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
3 (10.1916)
Date
1916-10-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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gvantfuvttv ßafyxt Das fann ja gut werden, dachten alle, als wir, kaum ans der Bahn, unter rmer Edelkastanie einen Guß abwarteten. Bald jedoch hörte das Unweller auf, Lnd wir tappten munter durch Pfützen und Lehm weiter. Wie wir nach kurzer Zeit dann einen Blick ins Tal hatten, lag Lronberg mit seiner ragenden Burg und seinen frischgewaschenen Giebeln schon wieder in der Sonne. Nach kleiner Rast gehts zum Barlbergturm weiter, wir besteigen ihn: Ueberaü. fst es ans mt^^ccftem Tal oder von dunkelbewaldeter Berglehne, schimmert das Ziegelrot der freundlichen Taunusstädtchens. Gen Süden schrumpfen die Berge zu Hügeln zusammen bis endlich da vorn, wo das rauchige höchst feine Schornsteine reckt, die - Ebene das Gebirge ablöst. Fern blitzt, hie und da, als schmales, silbriges Band der Main aus dem Dunst des Geländes. Und noch weit über Frankfurt hinaus, tief ins Hessische hinein, können wir sehen, bis schließlich die dunkle Linie des Mdenwalds den Blick begrenzt. Blauer £}tmmei, frischer wind, die Begeisterung packt uns. Wir fingen -- Unser weg führte uns weiter nach Königstein. Unter großem Hallo tasteten wir uns dort durch den unterirdischen Gang der Burg. Im nahen Woogtal fanden wir ein schönes Lage^rlätzchen, fein an einem Keinen Wasserfall gelegen. Hier machten wirs uns bequem. Das heißt, nachdem wir gegessen hatten, plätscherten wir im wilden Vach und versuchten, den Wasserfall von unten herauf zu besteigen, verhindern konnte er es ja nicht, aber er machte es uns so schwer wie möglich, indem er uns ganz naß spritzte. Schließlich waren wir genötigt, in etwas „mangelhafter" Kleidung weiter herumzutollen. Als wir müde waren, lasen wir einige hübsche Ulärchen, und danach machten wir ein Kriegsspiel. Dieses Spiel, sowie die darauffolgende „Vergeltung" dauerte ziemlich lange, da die Angreifer es zunächst für wichtiger hielten, sich eine Portion Heidelbeeren zu erobern. Nun galt es die Spuren der Kämpfe zu tilgen: Zwei wuschen sich ihre Blusen und bleichten fie sachgemäß, und ich schnitzte einem ein Kragenknöpfchen, damit wir in einigermaßen gesittetem Aufzug heimwärts konnten. Heute ist Werktag, und jeder hat seine Arbeit, seine Sorge, doch wenn wieder Sonntag ist, geht's wieder in's weite. Frankfurt a. M. Paul Schuster Das Märchen von Tohuvabohu Vor vielen, vielen tausend Jahren herrschte über die ganze Welt ein schwarzer, böser Aönig, namens Tohuvabohu. Der war stark und groß; ohne seinen Willen durfte nichts geschehen, und er tat nur, was ihm Spaß machte. Weil er schwarz war, mußte die ganze Welt schwarz sein, daher war es immer so finster wie in der Nacht. <£r erlaubte nicht, daß Blumen wachsen oder Vögel oder Schmetterlinge in der tust fliegen; das alles störte seine. Kirche, L-ttd er wollte es nicht haben. Nicht einmal ein kleines Bächlein ließ er Gießen; alles Wasser mußte still auf einem Fleck liegen, so daß cs vor lauter Faulheit zu Schlamm wurde. Am ärgsten jedoch erging

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