Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 2 (8.1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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leitung empfängt uns, Bäche rieseln über den Weg und neben ihn» her; sicher verdankt der Garisim diesen Quellen, die von feinem Westabhang aus die fruchtbare Ebene Sichems bewässern, feinen Ruf als Berg des Segens. Denn sofort umgeben uns prächtige Bojaren: Mandeln Feigen, Pflaumen, Aprikosen grünen und blühen uns entgegen. Ja, hier begreifen wir, wie der Huell lebendigen Wassers dem Lohn» Israels als Bild alles heiles galt, wir empfinden, aus welchen Ge» fühlen heraus Jeremias den schönsten Trost, den er feinem gequälten Volke spendete, in die Worte band: . , ' - : Ich habe dich je und je geliebt und suche dich heim ' aus lauter Güte. Noch soll deine Seele . dem Garten gleichen qn fließenden Wassern, mit dunklen Laubgängen. / Ich sammle, ich sammle all die verbannten aus Ländern der Mitternacht. Und ich führe sie wafferentlang auf ebenem Pfad. *) Aber nicht nur die Natur erzählt uns von vergangenen Tagen, in Nablus erhält sich auch noch ein kleiner Teil unseres alten Brudervolkes, der Samaritaner. Leider war ich in den Psssach-Tagen nicht hier, wo dies« Sekte noch auf dem Garisim «in richtiges Mpfer dar» bringen soll, sieben weiße fehlerlose Lämmer, die auf Stangen iw einer großen Grube gebraten und an der heiligen Stätte um Mitter» nacht verzehrt werden, haben wir das auch versäumt, so wollen wir die Gemeinde wenigstens heute aufsuchen. Der Weg führte durch dunkle Gaffen: Nablus ist, wie viele Teile Jerusalems, untertunnelt durch Wölbungen, in die nur schwaches Tageslicht hineinscheint. Ich greife mir einen. Jungen von der Straße, uns den Weg zu weisen:; eine ganze Horde folgt uns mit. Gejohle und nicht ohne aggressive Gelüste., In . der 'Sameritanerfiedelung stoßen wir bald - auf «inen Priester er neynt sich den Lohn des hohepriesters, — der uns >-" *) Di« schöne Uebertragung ftammtvon Paul Raegi. ' «o