Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 6 (4.1916)
- Date
- 1916-04-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Die Völker schlag mit starker fjrnib, Laß sie erstarren wie den Stein, Uns führe ins verheiß'ne Land, In Deines Tempels Tore ein. pflanz uns an Deinem Weinberg an Und mach uns reich an Most und Korn. Ein Wunder hast Du uns getan Und Pharao erschlug Dein Zorn. Mit Mann und Roß und Kriegsgerät Hat fie die Flut hinabgeschwemmt. Kein Segel hat der Wind gebläht. Als Du die Wasser aufgedämmt. An's Ufer schäumt der Wogen Guß, Und starrt zur Mauer festgebannt, Doch Juda zog mit trock'nem Fuß Der Sonne zu in's freie Land! sUebertragen von Hugo Zuckermanns Moschehs Tod Ans -ein Midrasch l- Als Moscheh sein Todeslos geschrieben und gesiegelt sah, sprach er vor dem Heiligen, gepriesen sei er: „Herr der Welt, Du weißt wie viel Mühe und Schmerz ich erduldet habe, bis Israel an Dich glaubte, bis ich ihnen die Thora und die Gebote festsetzte. Ich dachte: Gleichwie ich fie in ihrer Not sah, so werde ich fie in ihrem Glück sehen. Und nunmehr, da Israels Glück beginnt, sagst Du zu mir: „Du wirst nicht über diesen Jordan ziehen" und machst Deine eigene Lehre nichtig, die da heißt: „Am selben Tage gib ihm seinen Lohn." Ist das der Lohn für die ^0 Jahre lange Arbeit, in der ich mich abgemüht habe, bis Israel ein treues und heiliges Volk geworden ist?" Sprach zu ihm der Heilige, gepriesen sei er: „Es ist von mir bestimmt". Da sprach Moscheh vor ihm: „Herr der Welt, wenn ich nicht lebend ins Land komme, laß meine Gebeine hinein, wie die des Joseph." Sprach zu ihm der Heilige, gepriesen sei er: „Moscheh, als Joseph nach Aegypten kam, verstellte er fich nicht, er sagte, daß er Jude sei. Du aber verstelltest Dich, als Du nach Midjan kamst." Sprach Moscheh vor ihm: „Herr der Welt, wenn Du mich nicht nach Erez Israel gehen läßt, so lasse mich dort sein als ein Tier des