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Blau-Weiss-Blätter · 1916-04-01 · 6 (4.1916) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
6 (4.1916)
Date
1916-04-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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(Die See hat sie hinabgespült. Sie sanken bleischwer auf den Grund, Er hat die Wasser aufgewühlt, Er spaltete des Meeres Schlund.) Er hat die Rechte aus gestreckt, Die Rechte droht vom Fimmel schwer. Den Sturm der Wüste aufgeweckt Und aufgepeitscht das träge Meer. Die rechte Hand, die Wunder tut, Die schlug den Feind, der uns bedrängt. So wie des Sommers Mittagsglut Die dürre Frucht des Feldes sengt. (Es blies der Sturm im dumpfen Groll, Hoch türmten sich die Wogen auf, Daß himmelan die Brandung schwoll Und zischend wallt die Flut hinauf.) Wohl dacht' der Feind in unserm Blut Zu rächen seiner Ainder Tod, Schon hat die Hand am Schwert geruht, Die mit der Peitsche uns bedroht. Da bliesest Du mit lautem Hall Und bliesest wie der Wind in Spreu; Hoch schäumte auf der Wogen Schwall Und alle sanken tief wie Blei. Wer ist dem Herrn an Allmacht gleich — Ein nimmerleerer Gnadenborn —, Wer ist, wie er, so gnadenreich Und doch so fürchterlich im Zorn? Wenn er die rechte Hand erhebt. So tobt das Meer in Ungewittern. Moab wird feig und Edom bebt Und der Philister Völker zittern. Jedoch das Volk vom alten Bund Hat er geführt durch feine Gnade, Das Meer gespalten in den Grund Und ausgetrocknet seine Pfade.

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