Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 4 (12.1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Schattenbilder. Wanderbund LA», draht versehen war und die zu ihren Seiten lange Eisenspitzen hätte. Es schien etwas schwierig zu sein hinüberzugehen, zumal es Nacht war, wir die Rucksäcke hatten l>nd dazu noch die Aussicht, nicht mehr hinauszukomnren, wenn man hineinfallen sollte. Denn hier hatte das Wasser durch die Sperre außerordentliche Gewalt. Wir kamen aber doch alle hinüber. Es war nur sin merkwürdiges Gefühl, als Ntäit vor sich die langen Eisenspitzen sah und unter sich das Wasser rauschen hörte. — Am andern Ufer ging es rasch weiter; wir erreichten nach zwei Stunden unser Ziel, den Lienewitzsee, wo wir unser Zelt anfznschlagen gedachten. Dort hofften wir ganz allein zu sein. Denn nichts ist schöner als eine einstune Gegend. Unser Aerger war daher nicht gering, als wir dort schon ein Zelt sahen, dessen eine Seite aus einem weithinlenchtende» Laken bestand. Trotzdem errichteten wir dort unser Zelt, nachdem wir ein Feuer angezündet hatten. Wir warteten noch vergeblich auf Mondesaufgang, dann aber gings ins Bett, das heißt, wir krochen unter das Zelt. Ein paar schliefen gleich ein trotz des Huakens der Frösche/trotz der Mücken, die im Zelt herumschwirrten, und trotz der Aalte. Das Zelt war auf einer Anhöhe angelegt, so kam es, daß man langsam;n rollen anfing. Das. störte uns jedoch nicht. Ich war allerdings froh, als wir am nächsten Morgen aufbrachen. Diejenigen, die gut geschlafen hatten, sagten, -aß diese Nacht romantisch gewesen wäre. Wir schieden von diesem Platze, ohne die Bewohner unseres