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Blau-Weiss-Blätter · 1915-12-01 · 4 (12.1915) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
4 (12.1915)
Date
1915-12-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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halte kaum sein Glück gefunden. (Er war früher einsam gewesen hatte Menschen gesucht. — (Es war gerade vor dem Aneg, als die Präger und Breslauer zusammen durchs Riesengebirge zogen. Diese Fahrt werden sie nie vergessen. Für manchen von ihnen begann damals eine neue Zeit. Und für Leo Bloch war Lies wohl die letzte (Erinnerung an» Leben. Damals wußte er plötzlich, daß er fingen mußte (früher tat er'sselten), und daß es andere froh machte, wenn er fang. (Ein böhmisches Volkslied hatte er so gern: Ls gingen Mädchen über Land, »Diese Meine, die ist mein; kamen Jäger ihres Wegs: die hat wie ich die Aengelein, »wohin? Schöne Jungfränlein, um dem hals Granaten gebunden welche wird die Meine sein?" und darein Dukaten gewunden." Ich weiß es, es wäre ein schönes Leben geworden, das Le» Bloch gelebt hätte! Und wir wollen nicht sein wie die anderen, die sagen: Welch ein Verlust für uns, für diesen, für jenen, für die Idee. Wollen nicht immer und immer nur uns sehen und spüren. So trauern fiel Beklagen sich, nicht ihn! Vir müssen das Unfaßbare, daß er nicht mehr kommt, über uns ergehen lassen. Wir sagen euch davon, wie ihr uns von eurer Trauer sagt, wenn ihr ärmer geworden seid. Mit uns hatte er fein Leben begonnen und hatte sich aus dem Feld oft zu uns geträumt. In unserem Heim, das er gar nicht kannte und das auf ihn wartete, brennst «in Licht für seine Seele. In Palästina soll ein. Stück Land nach ihm heißen. Das ist alles, was wir für ihn tun können .... Vtio (Engländer (Prag) * Leo Bloch ist gefallen. (Ein Prager Führer, aber wir Breslauer, die wir ihn kannten, wissen, was dieser Verlust bedeutet. <Er hätte Vieles, Großes in kommenden Jahren noch geschaffen, denn die Araft seiner Feuerseele hätte Widerstände gebrochen, an denen Anderer Aräfte erlahmen. Und seine Augen, die in allen Dingen die Schönheist sahen, hätten das auch di« gelehrt, die führen zu dürfen er als fein Bestes ansah. — Für uns bleibt nichts als der Versuch, in den Herzen derer, auf die wir wirken wollen, eine Flamme anzufachen, die seiner wert ist. ' (Else Aober (Breslau)

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