Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 2 (7.1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2425321-3181698-3181700--0400-3182218- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ftrfriefrigen aud? alle Schlemmer. An jedem Flüßlein — fei's Ghle, Werder oder Lohe findet fich Gelegenheit zum pantschen — für die Jungen zum Schwimmen. Unsere Kochkunst ist auf der höhe, Mittagsrast ist kaum unter vier Stunden. — Auf der fünftägigen Pfingstfahrt im Glatzer Gebirge hatten die Jungen -re Freude, nachts meistens gastliche Aufnahme ohne Entgelt zu finden. Die Madels begnügten sich auch Pfingsten mit einer Tagesfahrt nach der Bohrauer waldmühle. Bisweilen machen wir Treff führten für alle Züge, so neulich zu Ehren von Joseph Marcus, der inzwischen auch ins Feld gekommen ist, nach Jung, fernste und bei der Elternfabrt in Nrppern. Auf einem prächtigen Sandberg vtt* _ gnfigte sich jung und alt. Unsre Lauten — außer Else Kober ließ fich auch Ida Finkelstein brav hören — taten ihre Pflicht und neben unfern altbeliebten weisen erschollen manch launige gereimte Lieder. - Dank den Bemühungen von Richard pelz, der jetzt in hirschberg bei den Jagern ist, haben wir vom {. Juli an ein heim. Unsere Heimnachmittage und Sprechrasten haben wir schon jetzt mit großem Eifer angefangen. . . Lu eie Kober €oltt. Ihr dürft aus unserem längeren Schweigen nicht auf mangelnde Rührigkeit schließen. Zwar leiden wir sehr unter dem Führermangel, doch konnten -vir den wanderbetrieb bisher mit nur geringen Einschränkungen aufrechterhalten. feiten Sonntag wird gewandert. Jeden Mittwoch ist Heimabend, allerdings dem Sinne des Wortes zuwider meist im Freien. Die Beteiligung in den Zügen läßt, vor allem bei den Jungen nichts zu wünschen übrig. Unsere Tatenlust äußerten wir durch Gründung eines „Blau-Weiß" in Elberfeld, mit dem wir ab und zu Treffahrten veranstalten. Das sehnlichste „Friedensziel" aller Lölner Blau-Weißen ist rin Landheim. An Vorschlägen mangelt es nicht, wohl an Geld. Unsere Führer Dr. Fritz Rosenthal und Dr. Paul Tiefenthal find leicht verwundet, den anderen geht es gut. Fritz Katzenstein ist eingezogen. Dr. Robert Gidion Im April bezogen wir unser Stadtbeim, das wir der Liebenswürdigkeit der Eltern einer Führerin verdanken. Eine zur Zeit leerstehende Erdgrschoßwohnung, die unsere Mädels und Jungens — nicht ganz mit dem Eifer, den die Sache verdient hätte — einigermaßen behaglich eingerichtet Hadem „Ein Ofchchen, ein Stühlchen. ei, was braucht man denn mehr, um glücklich zu sein". Und wir find ganz froh damit, zumal wir auch den Eltern unserer Wanderer. sympathischer geworden sein sollen, seitdem wir ihre Wohnungen nicht mehr mit unseren Heimabenden „heim"suchen. Für frische Blumen sorgen ab und zu unsere Madels — Pfingsten hatten wir eine stark besuchte Zweitagsfahrt, und Ende Juni eine Nachtwanderung. Die Jungens schwimmen Sonntags fast immer, und die Zahl derer, die nicht schwimmen, wird erfreulicherweise immer kleiner. Für unsere Prager Freunde sammelten wir zur Verteilung an die galizischen Flüchtlinge 2 große Kisten mit Kleidern, Wäsche und Stiefeln, die hoffentlich inzwischen ihr Ziel erreicht haben. von unseren Hilfsführern hat Rehfisch Abitur bestanden, während Necheles beim Erscheinen dieser Zeilen hoffentlich inzwischen dasselbe Ziel erreicht haben wird. Rehfisch ist am Tage nach vollbrachter Tat bei den Wandsbeker Dragonern als Kriegsfreiwilliger eingetreten. Don unseren Führern im Felde ist Gottgetreu znm Unteroffizier be» 45