Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 2 (7.1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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zuwirken. Denen, die den Wanderbund bei seinem 3. Gründungsfest am 27. Juni in Drewitz draußen zum ersten Mal gesehen haben, und jenen lieben alten Bla». Weißen. die durch die gegenwärtigen Zeiiunrstände gezwungen ihm lange fern waren und ihn dort wiedersahen, hat er, glaube ich, zur Freude für uns Daheimgebliedene, diese Zuversicht auch gegeben. Ueber den Verlauf des Festes ist an anderer Stelle näheres erzählt; ich will nur sagen, daß es der Zeit entsprechend im engsten Kreise, d. h. ohne schriftliche Einladungen an Eltern und Freunde abgehalten wurde. Die Beteiligungszahl der Wanderer und Wandrerinnen war eine ähnliche wie im Vorjahr; nur hat sich das Verhältnis von Wanderern zu Wandrerinnen so verschoben, daß es fast \ : \ betrug gegen 5: l im vergangenen Jahr. Aeußere Aufmachung der Wanderer, Disziplin und Gesang (besonders der hebräischen Lieder) haben gute Fortschritt» gemacht. Um unseren Führern im Felde zum Gründungsfest auch eine kleine Freude zu machen, haben wir ihnen ein kleines Album mit Photographien von unseren Wanderungen gesandt, das unsere Fuhrerin Ruth N e u f e l d wunderhübsch angefertigt hat. — Unsere Hebräischen Rurse werden von den Herren Beermann. Lubmann, Reichert. Rosenberg und Salzmann geleitet, denen wir für ihre selbstlose und aufopferungsvolle Arbeit zu wärmstem -Dank verpflichtet sind^ Unterrichtet wird in allen Kursen zweimal wöchentlich je zwei Stunden. Jeder Kursus zählt durchschnittlich 8 Teilnehmer. Die Lücken, die uns durch Einberufung unserer Führer zum Heeresdienst entstanden find, konnten ausgefüllt werden: eingezogen wurde in letzter Zeit Werner Senator. Aus beruflichen Gründen verließ uns Julius Zöllner. Dafür kam aus Königsberg Leo B l u m st e i n zu uns. Edmund Leoy ist vom militärischen Dienst entlassen worden und wieder hier. Der Zusammenhang unter der Führerschaft wurde durch gesellige Führer» schastsabende gestärkt; wir sprachen hier u. a. wieder über unsere Stellung zu den Eltern unserer Wanderer, über unseren Gruß und unsere Stellung gegenüber der nichtjüdischen Umwelt. - -—- Zur Führerschafts l eiterin wurde nach Sommers Einziehung Edith henf ch e l gewählt; zum Führer wurde ernannt: Julius Zöllner; zur Führerin Hilda FraustLdter; zu Hilfsführern LeoBLumstein und Hans Böhm; zur hilfsführerin unsere Wandrerin Erna Michaelis. Ulit dem „Jüdischen Frauenbund für Turnen und Sport* haben wir ein Abkommen getroffen, demzufolge seine Jugendwandergruppe nunmehr als 5. mädchengruppe unferm „Blau-Weiß* angegliedert ist. Von den Führerinnen dieser Gruppe wurden Fräulein Lene Lohn und Fräulein Berta Schwabe als Führerinnen, Fräulein Lotte Lohn als hilfsführerin in unsere Führerschaft ausgenommen. - Unser heim hat einen hübschen Schmuck -durch die Fahnen der \2 Stämme erhalten, die Führerinnen und Wandrerinnen nach den Entwürfen Anna David* sohns und Herrn lubmanns in weiß auf blauem Grund gestickt haben. Edith henfchel Veesln». Schon unser Fahrtenzettel sieht verheißungsvoll aus: jeden Sonntag vier Fahrten, 2 Ganztags- und 2 Halbtagswanderungen, letztere für Re» ligionsfchulkinder und andere am vormittag Verhinderte. Die Tagesfahrten sind, nicht nur nach dem bekannten Wort: m\t langer, je lieber* reizvoller, sondern sie «2