Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 2 (7.1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Tod entrissen hat, nnd aller der Führer und Wanderer, die draußen im Felde für ein hohes Ziel ihr Leben einfetzen in dem Geiste, den der Wanderbund sie gelehrt hat. - Im Anschluß an diese Worte wurden den Jungen und Mädchen, die sich auf ihren ersten ro Fahrten als rechte Blau-Weiße erwiesen hatten, die Blau- Weiß-Nadeln verliehen, und jeder verpflichtete sich durch Handschlag, sie in Ehren zu tragen. Gemeinsamer Gesang von „Wohlan! laßt das Sinnen und Sorgen" — «ich der erste Teil der Feier war beendet. Nun wurde es lustiger. Jeder Zug und jede Gruppe sang — ein Lied oder zwei, wobei die hebräischen Lieder in der Mehrzahl waren. Rühmend müssen der 2. und 5. Zug erwähnt werden, die ein hebräisches Lied und das seitdem bei «ns sehr beliebte Vale nnivemtas einwandfrei zu Gehör brachten. Dann die Mädchengrnppe, die mit einem trefflichen Thorgesang von Z’u Zion ah und ein xaar Wanderliedern, von Llara Vorwitz und Bertha Schlochauer wunderschön vorgetragen, aufwarten konnte. Große Freude erregte auch ein palästinensischer Reigentanz, von der 4. Mädchengruppe vorgeführt, während sich über einen Sologesang von Ilse Kurz aus der Z. Gruppe die Sachverständigen noch nicht einig find. Meiner Meinung nach sollte reiner Kunst gesang — Ilse Kurz sang Goethe's „An dem reinsten FrühKngsmörgen^, komponiert von F. Fummel — für unsere Feste im Freien, wo Volks- und Wanderlieder mehr am Platze sind, nicht gewählt werden; solche Lieder fallen aus dem Rahmen des Ganzen, auch wenn sie — wie im vorliegenden Fall — noch so schön gesungen werden. Mit dem gemeinsamen Gesang von „Dort wo die Leder schlank die Wolke küßt", fand der musikalische Teil der Feier seinen Abschluß. Dann gab es Spiele der Mädchengruppen und 400-Meter-Stafettenläufe der Jungen, aus denen der Zug vor dem 2. und 6. als Sieger hervorging, und zum Schlüsse versammelte sich alles noch einmal, um das von der 2. Gruppe vorgetragene „Lied vom Land heim" zu hören, das Maria Levv verfaßt hat. Ich habe es leider nicht gehört, weil ich. gerade im Heim zu tun hatte, und kenne es auch heut noch nicht; aber alle versichern, daß es „entzückend" fei. — Lin schöner Lag war's und eine würdige Feier; sieghaft und strahlend ergangen die bebräischen Freiheitslicder durch den Wald, zukunftsftohe, jüdische Stimmung war Ln dem Ganzen. M. R. Aus der Bewegung I« Mitteilungen 6cr Vrrrrdesleituug Deo Jüdische Manderbuird „Vluu-lveitz" in Texlitz wurde zur Micheruusgube der Blnu-weitz-BlLtter zugelussen. II. Aus den Lvunderdttnden Verlrn. wir fteuen uns über unseren wanderdund! Nicht nur, weil er zahlenmäßig wächst, und auch nicht nur, weil wir zufolge aller bisherigen Anzeichen sagen zu können glauben, daß er den Krieg überstehen wird, sondern besonders, weil er uns immer sicherer das zu verwirklichen verspricht, was wir an lieferen Erwartungen und wünschen von ihm erhoffen: eine deutlich sich adhebende Einheit innerhalb des jüdischen Lebens zu werden, und als solche erfrischend und reinigend auf die Gestaltung des jüdischen kulturellen Lebens im Galuth cin-