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Blau-Weiss-Blätter · 1915-07-01 · 2 (7.1915) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
2 (7.1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Der ZüdisDe Zaagn Ich weinte lange, eh' ich Lieder sang. Tann aber legten sich die heiZ-en Tränen, 8nd über mich kam krattbe schwingles Zehnen 8nd gab mir weicher Worte schönen klang.. . Ich weinte lange, eh' ich Lieder sang. Nun sing ich meinem Volke viele Lieder. Vom alten Glück, vom neuen suterstehen. Vom wieder in die alte Heimat gehen — 8nd weckte all sein schlummernd Zehnen wieder. .. ^Kunsing-Lch meinem Volke viele Lieder. Toch nicht jura Singen nur bin ich aut Erden, Nicht um zu singen weckt' ich meine Trüber. Tas ist mein Ziel : dass alle meine Lieder Zu grossen, kraÜbeschwingten Taten werden; Tenn nicht zum Singen nur bin ich aut Erden. Ludwig Franz Keger Vas Gründungsfest des Berliner Vlan»M«itz Ls ist nicht die Zeit, Feste zu feiern. Deshalb waren zunr Gründungsfest -es Jüdischen Wanderbundes Blau-Weiß in Berlin, das am 27. Juni in Drewitz stattfand, Einladungen nicht ergangen, wenn uns trotzdem die Angehörigen unserer Wanderer und viele Freunde unseres wanderdundes an diesem Tage auf* suchten, den wir Führer und Wanderer ganz sang, und klanglos auch in diesem Jahre nicht vorübergehen lasten mochten, so zeige uns das zu unserer Freude, daß unsere Arbeit im Lauf der Jahre Verständnis und Anerkennung gefunden hat. Fast alle unsere eingeschriebenen Wanderer und WanSrerinnen — etwa 300 an der Zahl — umgaben in schSnem Kranz die „Theaterwiese", von der ich bis zum heurigen Tage nicht begreife, warum unsere Jungen sie gerade als wies» bezeichnet haben. Denn sie ist ein harmloser kleiner Talkeffel im Fichtenwald von sanft ansteigenden Hügeln nmrahmt. hinter unseren Jungen und Mädchen ließen sich unsere Gaste nieder, rings auf hohem Balkone, nämlich auf den Höhen jener Hügel. Die Klampfenspieler traten in die Mitte, und mit dem gemeinsamen Gesang von* kok dv'oror begann die Feier. Dann sprach Felix Rosenblüth. der im Felde verwundet als Rekonvaleszent in Berlin weilte, zu uns von der Bedeutung dieses Tages für jeden Blau-Weißen; von allem schonen, was das wandern uns gibt; von dem unmittelbaren Linwirken von Liebe und Verständnis der Natur auf unser ganzes wirken und Wollen. Lr gedachte der Kameraden, die uns der

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