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Blau-Weiss-Blätter · 1915-07-01 · 2 (7.1915) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
2 (7.1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Und sein lautes „Vorwärts! Vorwärts!" hat den Angriff wirklich sehr beschleunigt. Ich glauhe nicht, daß schon jemals Höhenstellungen in dieser Frontbreite gestürmt find. Insofern ist der 2. Mai vielleicht wirklich ein denkwürdiger Tag. Gb der Tag aber geschichtlich mehr oder weniger wichtig ist, mir wird er in Erinnerung bleiben. Die Zeit in der Ackerfurche, in Infanterie- und Schrapnellfeuer, das waren lange Stunden. Als ich da lag, dachte ich auch daran, daß der ^.Ma^He r z 1 s Geburtstag ist. Der Erfolg des Sturmes ist, in unserem Abschnitt jedenfalls, vor allem der großen numerischen Ueberlegenheit der Artillerie zu danken. Den zahlreichen Batterien in unserem Aorpsbereich hatten die Russen angeblich nur vier gegenüberzüstellen. Es muß ihnen auch an Munition gefehlt haben. Jedenfalls hat sich unser Regiment mit Ruhm bedeckt, und der Herr Aornnrandeur war sehr zufrieden. Tatsächlich find die Leute auch glänzend Vorgegangen, und niemand blieb zurück. .... Ludwig Franz Meyer Es war Mitte April, da schrieb mir Ludwig Franz Me^er in einsamer Stunde: Er lag auf Wache, träumte von den Breslauer Zeiten, und vor sich hin summte er unsere Lieder: von den Schwärmern in Israel, vorn Lande unserer Zukunft und von den jungen ^ohcn Juden, vom Wandern, Abschicünehmen und Wiedersehen. So war er. kiederfrisch und jugendfroh, selbst ein Schwärmer in Israel, der die wunderbarsten Märchen von Judas Zukunft schreiben und erzählen konnte, eine Dichterseele, rein wie ein Aind, und groß wie die Idee, die er vertrat. So lebte er, von Begeisterung entfacht für alles Schone; weil er das Judentum schön fand, darum liebte er es, weil der Blau-Weiß nach Schönheit und Reinheit strebt, darum war er Blau-Weißer. Und so starb er, als Held, wie fein Hauptmann ihn gefeiert hat, und als Glied uweres Volkes, für dessen Ehre er immer bereit war, fein Leben zu opfern. In das Leben vieler von uns hat er fein Dasein eingegraben; darum trifft uns sein Tod so schwer. Martin No 1hmann

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