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Blau-Weiss-Blätter · 1915-03-01 · 9 (3.1915) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
9 (3.1915)
Date
1915-03-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Das leuchtete dem Pharao und seinen Leuten ein, und er folgte dem Rate. Im dritten Jahre nach Moses Geburt saß einst der Pharao zu Tische und speiste; zu seiner Rechten saß die Aönigin, zu seiner Linken seine Tochter Bithja und vor ihm alle Großen seines Hofes. Bei Bithja aber saß der Anabe Moses, in bunte Gewänder gekleidet. Und Moses gefiel dem Pharao, so daß dieser ihn auf den Schoß nahm. Da streckte der Anabe die Hand aus, nahm die goldene Arone vom Haupte des Pharao und setzte fie sich auf. Darüber erschrak der Aönig und die Großen verwunderten sich. Bileam aber, der Zauberer, nahm das Wort und sprach: „Mein Herr und Aönig, gedenke des Traumgesichtes, das du einst erblicktest und das dein Anecht dir deutete! Ist nicht dies eines von den hebräischen Aindern? Der Geist Gottes steckt in ihm und aus seiner Weisheit handelt er; er ist es, der Mizrajim vernichten wird! Gib schleunigst Befehl, ihm das Haupt abzuschlagen I" Der Pharao fand den Rat gut. Da entsandte Gott den Engel Gabriel; der nahm die Gestalt des Jithro, eines der Großen und Freunde des Aönigs, an und sprach: „Mein Herr und Aönig, hüte dich, unschuldiges Blut zu vergießen! Der Anabe hat ja noch keinen Verstand! Wenn du mir es gestattest, will ich dir einen Rat erteilen: lege einen funkelnden Rubin und eine glühende Aohle vor dieses Aind hin; streckt es die Hand aus und ergreift den Rubin, dann weißt du, daß es Verstand hat, dann hat es den Tod verdient, und wir verfahren mit ihm nach der Gerechtigkeit. Greift er aber nach -er Aohle, dann ist erwiesen, daß es keinen Verstand besitzt, und esist frei." Dieses Wort gefiel dem Pharao und seinen Freunden; sie legten de» Rubin und die Aohle in eine Schale und stellten sie vor Moser hin. Der Anabe streckte die Hand ans und griff schon nach dem Rubin, doch der Engel stieß seine Hand fort, daß er die Aohle faßte; er führte sie zum Munde und berührte mit ihr seine Lippen und die Zungenspitze. Darum war Moses von so schwerer Zunge. Damals aber ward er auf diese Weise gerettet. :»* rsr . «1» Rabbi Jizchak sagte: Warum gibt es in Jerusalem nicht die süßen Früchte von Ginossar? Damit die Wallfahrer sich nicht sagen: Schon um der Ginoffarfrüchte willen lohnt es sich, nach Jerusalem zu pilgern. Darum sagte Rabbi Dostai gibt es in Jerusalem auch

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