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Blau-Weiss-Blätter · 1915-03-01 · 9 (3.1915) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
9 (3.1915)
Date
1915-03-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Und dieses ganze Märchen voll bezaubernder Pracht — wir möchten es als Symbol nehmen für die Zukunft unseres alten Stammes, der über Gräber die Kraft findet für neuen Frühling und zu tausendfacher Blüte. Prag Fritz Fischt Aus dem Midrasch*) PHARAOS TRAUM > Es war (30 Jahre nach der Ankunft der Kinder Israel in Mizrajim und sechzig Jahre nach Josephs Tode, da hatte der Pharao einen seltsamen Traum. Er erblickte einen hohen Greis mit einer Vage in der Hand; in der einen Schale lagen alle Bewohner Mizrajinis, Männer, Meiber und Kinder, in der anderen Schale aber lag ein Lämmchen; und das Lämmchen wog alle die Bewohner von Mizrajim auf. Der König erschrak über diesen Traun», den er nicht zu deuten wußte. Am Morgen aber versammelte er eilends alle Gelehrten und Sterndeuter von Mizrajim und erzählte, was er gesehen; nnd alle waren in Furcht und Grauen ob des Gesichtes. Endlich trat einer der Großen des Hofes, Bileam, der Zauberer, vor den Pharao und sprach: „Dieser Traum bedeutet für ganz Mizrajim ein großes Unheil." Der König fragte ihn, was es denn sei. Da verkündete der Meise: „Den Kindern Israel wird ein Sohn geboren werden, der Mizrajim vernichten wird. Ich aber, mein Herr und.König, will dir einen Rat geben: befiehl, daß man jeden neugeborenen Sohn unter den Kindern Israel töte; vielleicht, daß so der Traum nicht in Erfüllung geht." •) Diese Stücke sind — ebenso wie die Illustrationen dieses Heftes — den» schönen Werke „Lhad Gadjah, das peßachbuch" entnommen, das vor Jahresfrist im „Jüdischen Verlag" erschien. Außer Teilen der Hagadah und ansgewählten Stücken aus den» peffach midrasch findet ihr dort — um nur einiges zu nennen — Schilderungen des peffachfestes, wie man es zur RSmerzeit in Jerusalem beging, der eigentümliche,» Gebräuche, mit denen es die Samaritaner feiern, eine Darstellung der peffachfeier der kaukasischen Bergjuden und der Lhagigah. das sind die Spiele und Wettkämpfe, die von der jüdischen Jugend in Palästina an den Zwischenfeiertagen des Festes in Rechoboth veranstaltet werden. Dazu schöne Illustrationen, die alten hagadoth entnommen sind. Jeder von euch älteren Blau »Weißen sollt« sich das peßachbuch beim „Jüdischen Verlag" (Berlin w. fS) bestellen; es kostet Ül. 3.—» gebunden M. 5.—. Wenn euer vermögen dazu nicht ausreicht, so. wünscht es euch zum Geburtstag «de« öd Aphikoman-Geschenk. Was das ist, wißt ihr hoffentlich!? M. R.

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