Mannheim
Compact Memory

Blau-Weiss-Blätter · 1915-01-01 · 8 (1.1915) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
8 (1.1915)
Date
1915-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2425321-3181687-3181696--0319-3182153
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

jie nennen mußte) möchte ich den Bünden wünschen, die noch kein Eigenes Heim haben; fie hätten bald ein schönes! Wenn unsere Freunde aus dem Feld kommen, muß alles fertig sein. Ihr Freunde draußen! Auch ihr sollt dann zu uns kommen. And vielleicht wird unser nächstes Lhanukah, das wir Heuer vor der schönen Menorah des Bezalel feierten, uns liebe Gäste bringen! präg Otto Engländer Lhsnrrknh-Feier des Blarr-Weitz Hamburg Rein weltbewegendes Ereignis in ruhigen Tagen, viel weniger in dieser ernsten Zeit, in der man sich nur schwer Interesse abringt für Dinge, die mit dem ungeheuren Weltkrieg nichts zu tun haben. Und wenn ich als Blau-Weiß-Mutter runs Wort bitte, um zu sagen, daß die gestrige Lhanukab-Feier auf mich trotzdem als ein „Ereignis" gewirkt hat, so glaube ich, daß das auf alle, die an dem Wanderbund Anteil nehmen, mehr Eindruck machen wird, als die Schilderung eines berufeneren Berichterstatters, fei's Führer oder Wanderer, Junge oder Mädel. Es war zum ersten Mal, daß der noch so junge Hamburger Blau-Weiß vor die Vessentlichkeit ttat, und meinem angejahrten Verstand erschien es als jugendlicher Leichtsinn, daß die Leitung des Wunder bundes den großen Saal des Logenheims für den Abend gemietet hatte. 25 Jungen, 25 Madel, 25 Förderer, wie wollten die mit ihren Angehörigen den weiten Raum füllen? Ls kam, wie so oft im Leben: Das Alter batte Unrecht, die Jugend Recht! Als ich, nach meiner Meinung viel zu früh, pünktlich um 1j27 Uhr ankam, war der Saal schon bis auf den letzten Platz besetzt, und ich staunte über die erzieherische Lraft des Wanderdundes, der auch die Großen zur Pünktlichkeit veranlaßt. Freilich fehlte es trotzdem nicht an Nachzüglern, die zur gerechten Strafe das feierliche An zünden der Ehanukah-Lichter und den gemeinsamen Gesang des älosus zur jeschuossi versäumten. Dann folgte die Ansprache des Oberführers. deren Inhaltsangabe zu viel Platz beanspruchen würde. Ich möchte nur betonen, daß mir die warmen, wohldurchdachten Worte glücklich gewählt schienen, um gerade solchen, die bisher wenig Verständnis und Interesse für die jüdische Wanderdewegung hatten, ihre Berechtigung und ihre Ziele klar zu machen. Mit Rücksicht auf unsere Zeit, in der vom Haß der Parteien und Raffen nicht gesprochen werden soll, ging der Redner taktvoll über den letzten äußeren Anstoß zur Gründung des Hamburger Blau weiß hinweg. Um so eingehender legte er die Ziele des Bundes dar: die Erziehung »nserer Linder zu zieldewußten, aufrechten Juden und damit zu kräftigen, fröhlichen Menschen. Diese Grundgedanken des Blau-Weiß prägten sich auch deutlich in der Zu»' sammenßeüung der Vortragsfolge aus; im ersten Teil Vorträge aus jüdischen Dichtungen, im zweiten Teil Volks-, Soldaten- und Wanderlieder. e:nigo vom „Elitc-Ehor" und solo, andere von sämtlichen Jungen und Mädeln mir Klampfen« begleitung gesungen. Dann ein wundervolles Stimmungsbild, »Goldene Haide* von ffenncmn Löns, ein interessanter Felddrief eines im Osten kämpfenden Führers »nd, nicht zu vergessen, das herzliche Begrüßungsschreiben der Berliner Bundes* letftuna. Mancher könnte einwenden, daß nicht alle Darbietungen auf künstlerischem 1$

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.