Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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und unserer Idee kamen. Das sollte sich zeigen, als wir unsere Wanderungen wieder aufnehmen konnten. Nur die Getreuesten waren geblieben. Mit ihnen beginnen wir jetzt wieder in der Gewißheit, daß wir dank der Kraft und Selbstverständlichkeit unserer Idee bald gleich stark sein werden wie vordem. Löln Fritz Ratzenstein ^amfmrg. Pom 7. bis 9. Oktober haben wir mit einer Beteiligung von 5 Iungens eine dreitätige Ferien fahrt in die Holsteiner Gegend (Ahrensburg- Lütjensee—Trittau—Grande) unternommen. Ich hatte die Führung. — wir haben zu Hilfsführern ernannt: Hans Hirschfeld L, Werner Reh fisch, Heinrich Necheles; ferner Martin Goldschmidt. Leo Joel, Dr. Hubert Plaut. Letztere drei find eingezogen. Dem Touristenverband für Hamburg und Umgegend sind wir beigetreten. — Einige unserer Iungens haben sich dem Landesverband für Jugendpflege zur Perfügung gestellt, um sich ausbilden zu lasten.—— I saacSchwabacher Leipzig, wir führen den Wanderbetrieb auch während des Krieges vollständig durch und bemühen uns, ein Landheim zu erwerben. Freilich täte uns auch ein Stadtheim sehr not. A. w. Frank. SRiiititlptim. wir führ eit d em w anderb etrieb vollstandrg durch. Die Zahl der Züge und die Zahl der Wanderer und wandererinnen hat gegenüber der Friedenszeit nicht nachgelassen. — Die Mädels stricken eifrig und erfreuen unsere im Feld stehenden Führer mit Liebesgaben. — Am (0. Oktober nahmen wir offiziell als Mitwirkende an einer von der Stadt Mannheim veranstalteten vaterländischen Kundgebung teil, bei der die hiesigen Wandervogelorganisationen unter Ausschluß des antisemitischen Wandervogels mitwirkten. In den Lazaretten veranstalten wir als Jüdischer Wanderbund Blau-Weiß regelmäßige Unterhaltungsabende für die Perwundeten. GttoSimon Mülhausen. Bericht fehlt. München. Die Führerschaft setzt sich zusammen aus dem Ersatz-Führer Jakob Reich, dem Hilssführer Hammelburger; den Führerinnen Herrn? Feuchtwanger und Rosl Feuchtwanger, den Hilfs-Führer innen Marta Feuchtwanger, Ilse Frankel, Frenze Müller und Berta Müller. — wir machen jeden Sonntag eine Fahrt für Buben und zwei Fahrten für Mädchen; wer sich nicht monatlich mindestens einmal beteiligt, wird gestrichen. Auch veran« stalten wir Mädchen alle 8 bis h Tage Zufammenkünfte, bei denen es immer sehr gemütlich hergeht; feine Abenteuer, Märchen und Fahrtenberichte werden erzählt. schöne Lieder gesungen, und wir sitzen beim Tee (den wir natürlich selbst kochen) oft lange strickend beisammen. Die Mädchen wandern auch sehr fleißig; am letzten Sonntag waren 42 dabei; es hat auch nur ein Fünferl gekostet, und ich muß sagen, bei den billigen Fahrten ist die Beteiligung viel größer, und wir werden sehen, daß jeden Sonntag mindestens eine billige Fahrt stattsindet. Kriegsspiele werden auch häusig vollsührt; sie gelingen ja nicht immer, aber fein ist's jedesmal. He nn? Feuchtwanger Prag. Trotz der ernsten Lage herrscht reges Leben bei uns. Porkäufig haben wir ein kleines Zimmer eingerichtet, wo wir unsere Heimabende und Singkurse haben und in dem für die Wanderer und für alle Führer Hebräischkurse abgehalten werden. Dieses Zimmcrchen hilft uns sehr, innige Gemeinschaft zwischen den Wanderern und Führern zu schaffen. Einen festen Pol bildet unser Landheim Ln