Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1914-1915)
- Issue
- 7 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Litten, 1 Stunde Bahnfahrt von Prag entfernt. Es ist ein einstöckiges Bäuschen, das uns von einem Freunde zur freien Verfügung gestellt wurde. Fast alle Wochen verbringt ein Zug den Sonntag draußen im Beim, wo die kleinen Jungen und Madels die Stuben fegen, am Qtzb kochen und die Zimmer ausschmücken. vorläufig gibt es noch keine Betten, es ist ja doch viel schöner und romantischer im Stroh zu schlafen uud manchmal jämmerlich zu frieren. — Seit Kriegsausbruch haben wir tüchtige Arbeit zu leinen. Trotzdem 5 Führer von uns eingerückt sind, bemühen wir uns den vollen Betrieb aufrecht zu erhalten, vielleicht gelingt es uns sogar ein festes Beim zu bekommen, wie alle anderen Jugendorganisationen stellten wir uns dem öffentlichen Dienst zur ver- ^----fugung, halfen bei Lrntearbeiten, sammelten Wäsche für die Soldaten und nahmen Krankenpfiegekurse. Am meisten jedoch nimmt uns die Hilfsaktion für die galtzischen Flüchtlinge Ln Anspruch, wir organisierten die ganzen Arbeiten und richteten einen ständigen Bahndienst ein. Unsere Jungen fahren in der ganzen Stadt mit wagen herum und sammeln Wäsche und Kleider, die wir dann zu großen Lagern sortieren und an deftimmten Tagen verteilen. Die Fixigkeit unserer Jungen, ihre straffe Disziplin und Bereitwilligkeit, selbst die schwersten Arbeiten freudig zu verrichten, haben uns rasch bekannt gemacht und eine große Anzahl Förderer ge» Wonnen. — wehmütig gedenken wir unseres lieben Freundes Alfred Kraus, dev freudig und in glühender Liebe für fein Volk den Heldentod gestorben ist. In ihm war so vieles erfüllt, heiliger Idealismus und kindliches Empfinden. Sinn für Schönheit und frohe Kraft. In rührender Liebe traf er feine letzten Verfügungen; feine letzten frohen Grüße kamen zu uns, als er schon nicht mehr war, gleich dem Lichte eines Sternes, das noch lange nach seinem Erlöschen zu uns auf die Erde gelangt, wir wollen dieses Licht aufnehmen in uns, daß es nie verlöschen möge als ein heiliges Licht. Prag Artur Engländer I«r Felde stehen ans unseren Wanderbünden folgende Führer und Wanderer: In Verttnr Dr. Sachs (Assistenzarzt), Dr. weißenberg (Lazarettarzt), Felix Ro send lüth (Vizefeldwebel), Georg Todtmann (Kriegsfreiwilliger); ferner Karl Anders, Fritz Blumenreich, Ernst Davidsohn, Herbert E tt g e l, Karl Glase r, Georg K a h a n, Artur Korn, Sylvinus Kraki» n o w s k i, Julius Lehmann, Walter Moses, Salo p i ck. Felix Pulvermacher, Leo Rosen b lüth, Hans Walter Wolfs (Kriegsfreiwillige), Manfred Tuchler (Assistent im Lazarett). ilt Breslaur Josef Marcus (Lazarattinspektor), Breitbarr. Dan- Ziger, Deutschmann. Freund, Herr mann, hirschberg,Neumann^ Meyer, powitzer. Sternberg (Kriegsfreiwillige). 1» ££Ia* Hans Israel, Fritz Rosenthal (Kriegsfreiwillige). Itt Qatftftstrg: Ernst Fink (Lazarettinfpeklor), Mattin Goldschmidt, Martin Go ttg er reu, Walter Hirsch feldt. Leo Joel, Artur Joel, Dr. Hubert plant, Fritz v a bk (Kttegsfreiwillige), Simon w ertheim (Offizierstellvettreter). in lRfts»tt%«ims Eugen Seelig (Unteroffizier), Berlinski. Kahn I» Kahn II (Kriegsfreiwillige), Bei fuß (Ersatzreservist).